Anzeige


Welt-AIDS-Tag: Aktionsstand und Solidaritätsteddy

24. November 2017
Mit dem Solidaritätsteddy werden Spenden gesammelt. Foto: AIDS-Hilfe e.V.
Wolfenbüttel. Anlässlich des Welt-AIDS-Tages gibtes am Samstag, 2. Dezember, von 10 bis 14 Uhr ein Aktionsstand der AIDS-Hilfe in der Langen-Herzog-Straße/Ecke Okerstraße statt. Hier wird die aktuelle Präventionskampagne genauso vorgestellt wie der neue Solidaritätsteddybär.

Anzeige

Wie die AIDS-Hilfe mitteilt wird die Aktion durch das Gesundheitsamt, zahlreiche Persönlichkeiten und viele Schülervertretungen unterstützt.

„Mit HIV kann man heute leben – mit Diskriminierung nicht“, unter diesem Motto steht 2017 der Welt-AIDS-Tag. Diskriminierung und die Angst davor sind für viele Menschen mit HIV eine schwere Belastung. Ablehnung führt häufig zum Rückzug aus sozialen Beziehungen und zu psychischen Erkrankungen. Angst vor Ablehnung hält außerdem viele Menschen davon ab, sich auf HIV testen zu lassen – sie beginnen daher nicht rechtzeitig mit einer Therapie und entwickeln schwere Erkrankungen bis hin zu AIDS. „Diskriminierung und die Angst davor erleben wir täglich in Beratungsgesprächen“, betont Jürgen Hoffmann als Geschäftsführer der AIDS-Hilfe.

Kampagne thematisiert unbegründete Ängste

Die Kampagne thematisiert unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag. Eingängige Informationen helfen dabei, diese Ängste hinter sich zu lassen, fördern so Respekt und Normalität im Umgang mit HIV-positiven Menschen. Es soll deutlich werden: HIV ist im alltäglichen Umgang nicht entscheidend.

Auch 2016 haben sich in Deutschland wieder 3.100 Menschen mit HIV – dem sogenannten AIDS-Virus – infiziert. Gegen dieses Virus gibt es leider immer noch kein Heilmittel. Hoffmann betont: „Wir wollen erreichen, dass jede und jeder weiß wie man sich vor einer Infektion schützen kann. Und wir wollen die Angst abbauen den AIDS-Test zu machen. Wenn man ein Risiko eingegangen ist, sollte man den Test machen. Es gibt heute Medikamente, die in den meisten Fällen das Virus in Schach halten können.“ Das ist leider immer noch zu wenig bekannt und deshalb wollen viele lieber nicht wissen ob sie infiziert sind oder nicht. „Und das ist genau das Problem: Vorurteile und Diskriminierung führen dazu, dass man lieber nicht zum Test geht. Dann schadet das der eigenen Gesundheit und man kann HIV dann auch leicht unwissentlich weitergeben. Eine HIV-Therapie würde die Übertragung des Virus aber verhindern“, weiß Hoffmann.

Ohne Spenden geht es nicht weiter

Die AIDS-Hilfe bittet um Spenden. „Ohne Spenden können wir unsere Arbeit nicht weiter machen. Viele Infizierte und Ihre Angehörigen brauchen unsere Hilfe und Unterstützung. Aber wir brauchen auch dringend Spenden um weiter wirkungsvoll über HIV und AIDS informieren zu können – und das ist besonders wichtig für junge Menschen“, appelliert Hoffmann. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung unterstützen persönlich die Aktion und werden an diesem Tag Spenden sammeln und die Rote Schleife verteilen, die weltweit für Respekt und Solidarität mit den betroffenen Menschen steht. Das gesammelte Geld fließt zu 100 Prozent an die AIDS-Hilfe, damit die Unterstützung der Erkrankten und die Prävention in unserer Region finanziert werden kann. Die AIDS-Hilfe wird am Aktionsstand Lange-Herzog-Straße/Ecke Okerstraße rund um das Thema Aids informieren. Auch viele Schülerinnen und Schüler engagieren sich in Wolfenbüttel und organisieren eigene Aktionen zum Welt-AIDS-Tag an ihren Schulen. „Das ist genau das, was wir uns wünschen,“ freut sich Hoffmann.

100 neue Partner gesucht

Die AIDS-Hilfe will 100 Unternehmen als Partner gewinnen um Vorurteile abzubauen – 53 Unternehmen aus der ganzen Region machen bereits mit: „Menschen mit HIV sind Arbeitskolleginnen und Kollegen wie alle anderen auch. Aber sie verlieren Ihren Job häufiger aufgrund von Diskriminierung als wegen eines schlechten Gesundheitszustandes“, erklärt Jürgen Hoffmann. Und außerdem: „Über 60 Prozent aller HIV Positiven halten ihre Infektion aus Angst vor negativen Reaktionen vor dem Arbeitgeber oder Kolleginnen und Kollegen geheim.“ Viele Infizierte leiden unter Diskriminierung und Ausgrenzung. Das will die AIDS-Hilfe ändern und hat deshalb eine große Kampagne gestartet. Gesucht werden Unternehmen und Betriebe in Wolfenbüttel als Partner, die öffentlich für einen respektvollen Umgang mit HIV-Positiven stehen. Infos zum Mitmachen gibt es unter http://www.positiv-eingestellt.net/

Schirmherr der Kampagne ist der ehemalige Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies. „Wir wollen ja die Unternehmen als Partner um zusammen wirkungsvoller für einen vorurteilsfreien Umgang mit HIV-Positiven einzutreten. Es geht uns dabei um inhaltliche Zusammenarbeit – und nicht um Geld,“ erklärt Hoffmann. Überhaupt ist es der AIDS-Hilfe wichtig über HIV und AIDS zu sprechen, denn Totschweigen, Verdrängung und Panik würden nur schaden.

Der Solidaritätsteddy sucht ein neues Zuhause

Das diesjähriges Solidaritätsbärchen ist erfrischend graublau und hat einen roten Pulli an – und ist unendlich kuschelig. Die Kampagne „Bärenstark für die AIDS-Hilfe“ ist zu einer großen Spendenaktion zum Welt-AIDS-Tag geworden. Die durch den Verkauf der dann in einer streng limitierten Auflage hergestellten Solidaritätsbärchen erzielten Erlöse kommen vollständig der AIDS-Hilfe zugute. Und die Sammler wissen: Die Bärchen sehen jedes Jahr anders aus. Als Erkennungszeichen trägt er natürlich immer die rote Stoffschleife um den Hals. Der Teddy wird ausschließlich aus umweltverträglichen Materialien, in Hand-, aber ohne Kinderarbeit hergestellt, ist CE-geprüft, mit dem OECO-Siegel versehen und bei 30°C waschbar.

Jedes Jahr entwirft der Schweizer Pfarrer Heiko Sobel für die AIDS-Hilfen einen ganz besonderen Teddy mit viel Herz. Das Red Ribbon unter‘m Fuß und die Schleife um den Hals verraten den guten Zweck: Das Bärchen steht für Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS und ist dabei gleichzeitig ein kuscheliger „Spendensammler“. Erhältlich ist der Teddy gegen eine Spende von 6 Euro am 2. Dezember zum Welt-Aids-Tag am Infostand der AIDS-Hilfe. Unter dem Motto „Bärenstark für die AIDS-Hilfe“ tragen die Spenden dazu bei, die Aids-Prävention und die Hilfen für Betroffene in der Region finanzieren.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550

Deutsches Rotes Kreuz
- Servicestelle: 05331/ 9750 200
- Tafel: 05331/ 94 86 55
- Kleiderkammer: 05331/ 927 846 4
- ITZ: 05331/ 927 847-0
- Solferino: 05331/ 927 84 2880
- Pflege+Betreuung: 05331/ 9750 714
- Rettungsdienst: 05331/ 9750 612

Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006