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Verein ELMO stellt Mobilität auf neue Füße

17. April 2018
Der neu gegründete Verein soll für Mobilität am Elmrand sorgen. Foto: merkWATT GmbH
Evessen. Preisgünstig soll es sein, umweltfreundlich, und niemanden im Regen stehen lassen: Das Mobilitätssystem der Zukunft, das derzeit am Rande des Elms im Rahmen des Projekts Autonome Dorfmobilität (AUNO DOMO) des Büros merkWATT entsteht.

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Wie merkWATT heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, haben nach nur drei Monaten Vorarbeit jetzt 20 Akteure aus Evessen, Veltheim und Erkerode den Verein Elm Mobil (ELMO) gegründet. Er soll Träger für all die zahlreichen Mobilitätselemente sein, deren Konzeptionen in Arbeitsgruppen bereits weit vorangeschritten sind.

Der Vorsitzende des neuen Mobilitätsvereins, Hans-Peter Sauer, beschreibt seinen Blick nach vorne: „Wenn schon in der Gründungsversammlung so viele Menschen dabei sind, dann zeigt das Problembewusstsein in unseren Dörfern und die Potenziale! Wir haben die Chance für einen konstruktiven Beitrag gegen den Klimawandel, indem wir versuchen, den Individualverkehr effizienter zu gestalten. Dem demografischen Wandel begegnen wir, indem wir speziell für ältere Mitbürgern ein attraktives Mobilitätsangebot entwickeln.“ Auch Nicola Pöckler, Stellvertreterin im Vorstand, sieht die soziale Komponente: „Wenn wir Ideen wie Car-Sharing, ein Mitnehmsystem oder die Mitfahrbänke umsetzen, können wir noch mehr Lebensqualität für ältere Menschen, aber auch zum Beispiel für Jugendliche, haben. Als eine wichtige Aufgabe begreifen wir es, auch Menschen ohne Smartphone die Nutzung der neuen Mobilitätsangebote zu ermöglichen.“

Mitstreiter gesucht

Lutz Scheibel, der sich besonders um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins kümmern will, hofft auf noch mehr Mitstreiter: „Bislang sind es schon erstaunlich viele Pioniere, die an den Lösungen arbeiten. Wir wollen aber, dass noch viel mehr Menschen in den Dörfern die großen Chancen erkennen, die in einer neuen Mobilität für alle stecken!“. Der Kassierer von ELMO, Henning Terschüren, betont den bewusst niedrig gehaltenen Vereinsbeitrag: „Fünf Euro pro Monat für Einzelmitglieder, für Familien 7,50 Euro, sollte es jedem ermöglichen, zumindest Solidarität mit den Zukunftslösungen zu üben; außerdem kann der Vorstand für Menschen mit schmalem Portemonnaie auch Ermäßigungen gewähren.“ Terschüren ist es auch, der ganz privat in den Startlöchern für ein Gemeinschaftsauto steht: „Ganz verzichten auf ein Auto kann ich nicht. Aber wir werden jetzt zu dritt einen Ersatz für mein kaputtes Automobil anschaffen. Und wir werden es über den Verein auch anderen Menschen zur Verfügung stellen!“ – Ein erster konkreter Schritt, ausgelöst durch das Projekt AUNO DOMO – und zwei Autos weniger, die finanziert werden müssen und die Umwelt belasten.

Am Ende der Gründungsversammlung von ELMO ging es schon um die nächsten Termine, zu denen wieder alle Interessierten eingeladen sind: Am Donnerstag, 3. Mai, trifft sich um 18 Uhr im Dorfhaus Evessen die Arbeitsgruppe Carsharing. Am 9. Mai dann findet ab 16 Uhr (Treffpunkt Dorfhaus Evessen) eine Bereisung der Elmrand-Dörfer statt, auf der geeignete Aufstellorte für die Mitfahrbänke gefunden werden sollen; die Resultate der Bereisung werden am Montag, 14. Mai, um 20 Uhr im Evesser Dorfhaus ausgewertet, außerdem werden die nächsten Schritte festgelegt.

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