Vatertag – woher kommt das eigentlich?

14. Mai 2015 von
Viele gehen am Donnerstag mit dem Bollerwagen los, doch woher kommt der Brauch eigentlich? Foto: Archiv/privat

Braunschweig. Es geht wieder los. In ganz Deutschland ziehen wieder ganze Gruppen von Vätern oder solchen, die es vielleicht noch werden möchten, durch das Land. „Bewaffnet“ mit Bollerwagen, Bier, Fahrrädern und anderen Fortbewegungsmitteln wird der Vatertag gefeiert. Aber warum feiern wir eigentlich an diesem Tag die Väter? Oder werden die Männer  gefeiert oder doch die Rückkehr Jesu, zu Gott, seinem Vater? Schließlich ist ja Christi Himmelfahrt.

Der Vatertag, wie wir ihn in Deutschland feiern, kommt eigentlich aus Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gedenkt an jedem 3. Sonntag im Juni eines Jahres den Vätern und Kriegsveteranen des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 bis 1865). Nach der Einführung des Muttertags (die Einführung begann in einigen amerikanischen Staaten um 1907), setzte sich 1910 die Amerikanerin Sonora Smart Dodd, deren Vater im Bürgerkrieg kämpfte, für die Einführung eines Tages zu Ehren der Väter ein. Erst im Jahr 1972 erklärte der damalige US-Präsident Richard Nixon den „Father´s Day“ zum nationalen Feiertag.

Eigentliche Bedeutung

Für die Christen ist Christi Himmelfahrt und somit eines der wichtigsten Feste im Kirchenjahr. An diesem besonderen Tag, genau vierzig Tage nach Ostersonntag, zeigte sich Jesus seinen Jüngern, um dann zu seinem Vater in den Himmel zurück zu kehren. Die Bibel besagt im Neuen Testament, dass zwischen der Auferstehung Jesus (Ostersonntag) und Himmelfahrt genau 40 Tage vergingen. Und weil Himmelfahrt immer vierzig Tage nach Ostersonntag ist, fällt der Feiertag auch immer auf einen Donnerstag. Die daraus errechnete Zeitspanne gibt das Datum für Himmelfahrt an und so fällt der beliebte Feiertag immer zwischen den 30.April und dem 3. Juni. 1934 wurde „Christi Himmelfahrt“ zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Wann genau diese beiden Tage zu einem gemeinsamen Feiertag zusammenflossen, kann nicht genau benannt werden. Die Vermutung liegt aber Nahe, dass man den ohnehin freien Tag nutze, um den Vatertag ausgiebig feiern zu können. Weltweit wird der Vatertag an ganz unterschiedlichen Tagen gefeiert. In Bulgarien zum Beispiel feiert man Vatertag am 26. Dezember. In Schweden und Finnland ehrt man die Väter im November und in Russland im Februar. Viele unserer Nachbarländer sind dem Beispiel der USA gefolgt und feiern Vatertag am dritten Sonntag im Juni.

Polizei reagiert – Präsenz im Prinzenpark

In Deutschland hat sich der Vatertag immer mehr zum Herrentag entwickelt. Egal, ob Vater oder nicht. Die Männer nutzen diesen Tag um ausgiebig zu feiern oder sich um ihre Familien zu kümmern. Besonders in den ländlichen Gegenden wird ganz traditionell der Vatertag oder Herrentag, mit Ausflügen von kleinen Männergruppen begangen. Man trifft sich zu Wanderungen, Fahrradtouren und Bootsfahrten. Frauen sind bei diesen Ausflügen eher selten anzutreffen. Sie formieren sich meist zu ebenfalls kleinen Grüppchen und feiern den Tag ohne Männer. Viele genießen einfach nur den freien Tag und entspannen sich daheim. Übrigens steigt die Anzahl an Schlägereien an diesem Tag um ein Vielfaches, auch die durch Alkohol bedingten Verkehrsunfälle steigen um das Dreifache an. In Braunschweig treffen sich viele „Väter“ nach ihrer Tour im Prinzenpark und feiern dort ausgelassen. Die Polizei reagiert darauf und wird Einsatzkräfte vor Ort haben, sagte Wolfgang Klages. Ein Alkoholverbot wird es aber nicht geben.

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