Ungewissheit Brexit – Wolfenbütteler Briten werden Deutsche

15. März 2019
Alexander Dixon lebt bereits seit über 26 Jahren in Wolfenbüttel und hat hier eine Familie gegründet. Foto: Tanja Bischoff
Wolfenbüttel. Bereits vor über 26 Jahren hat es Alexander Dixon von Wales in Großbritannien nach Wolfenbüttel verschlagen. Jetzt hat sich der 47-Jährige wie viele weitere Briten für die Deutsche Staatsbürgerschaft entschieden, die er während einer Feierstunde am Donnerstagabend von Landrätin Christiana Steinbrügge entgegennahm.

von Tanja Bischoff

Dixon war seinerzeit beim britischen Militär stationiert, und Wolfenbüttel hatte es ihm sofort angetan. Später lernte er hier seine Ehefrau kennen, mit der er seine heute achtjährige Tochter Caitlyn bekam. „Wolfenbüttel ist eine schöne kleine Stadt, die Nähe zum Arbeitsplatz in Salzgitter und nach Braunschweig ist perfekt. Ich möchte nirgendwo anders leben“, sagt Dixon.

Sorge vor dem Brexit

Auf die Frage, was ihn dazu bewogen hat Deutscher Staatsbürger zu werden, wird er nachdenklich. Natürlich mache ihm der Brexit Sorgen. „Was passiert mit meiner Rente? Wie verhält sich das mit der Arbeitserlaubnis?“, sind nur einige der Fragen, die sich der Familienvater stellt. Diese Ungewissheit und auch die Tatsache, dass er jetzt schon länger in Deutschland als in Großbritannien lebt, hat ihn dazu veranlasst, sich für die Einbürgerung zu entscheiden.

Bis zum 29. März ist es noch möglich, die doppelte Staatsbürgerschaft zu erhalten, daher war jetzt Eile geboten. So wie Dixon haben sich auch viele seiner Freunde entschieden. Sie alle haben sich am Donnerstag feierlich zum Grundgesetz und den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland bekannt und ihre Einbürgerungsurkunde von Landrätin Christiana Steinbrügge erhalten.

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