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Toilettengang verweigert – Gesundheitliche Schäden drohen

26. November 2017 von
Welche Auswirkungen das "Aufhalten" haben kann, erklärt Dr. Johannes Leonhardt. Symbolfoto: Anke Donner
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Wolfenbüttel. Eltern von Schülern der Wilhelm Busch Grundschule beklagten sich, dass den jüngeren Kindern der Toilettengang verweigert werde. Dies habe zur Folge, dass einige Kinder schon unter gesundheitlichen Problemen leiden. Was genau das "Aufhalten" und die geringe Flüssigkeitsaufnahme für Folgen haben, weiß Dr. Johannes Leonhardt.

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An der Wilhelm Busch Grundschule kommen Kinder der ersten und zweiten Klasse offenbar nur selten an den „Türstehern“ vorbei, um sich zu erleichtern. Den Kindern wird von den älteren Mitschülern, die für die Pausenaufsicht zuständig sind, der Toilettengang verwehrt. Einige Eltern beklagen nun, dass die Kinder mit Absicht weniger trinken, um sich den Gang zur Toilette zu ersparen. Man fürchtet hier gesundheitliche Schäden, die daraus resultieren, dass die Schüler zu wenig trinken oder das Bedürfnis zurückhalten. 

Dr. Johannes Leonhardt ist Privatdozent am Klinikum Braunschweig und erklärt auf Nachfrage von regionalHeute.de, warum Kinder ausreichend trinken und auch ebenso regelmäßig die Blase entleeren sollten. 

Dr. Johannes Leonhardt. Foto : Jörg Scheibe

„Kinder sollen nicht nur ausreichend trinken sondern auch regelmäßig – etwa drei bis sechs Mal am Tag je nach Alter und Trinkmenge – ihre Blase entleeren. Das lange Aufhalten kann langfristig zu einer Überdehnung der Blase und sogar zu einem Reflux (Rückfluss) von Urin zu den Nieren führen. Eine Blasenentleerungsstörung, zum Beispiel Einnässen und sogar Nierenschäden können langfristig die Folge sein. Eine zu geringe Trinkmenge kann ebenfalls ernste Folgen haben: Einer Verstopfung liegt eine zu geringe Trinkmenge zu Grunde. Harnwegsinfekte und langfristig Nierenschäden können die Folge bei zu niedriger Trinkmenge sein“, so Dr. Leonhardt.

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