Tarifrunde beginnt: Mehr Geld für 1.000 Gastro-Beschäftigte?

7. April 2019
Gegen Leere im Portemonnaie: Für die Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe fordert die Gewerkschaft NGG 6,5 Prozent mehr Geld. Foto: NGG
Wolfenbüttel. Lohn-Plus an Theke und Tresen: Die rund 1.000 Beschäftigten des Gastgewerbes im Landkreis Wolfenbüttel sollen mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor dem Start der Tarifrunde für die Branche am Montag. Die Gewerkschaft verlangt ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent in allen Tarifgruppen, mindestens jedoch 126 Euro mehr im Monat. Das teilt die NGG mit.

„Das heimische Gastgewerbe steht wirtschaftlich solide da. Es ist an der Zeit, dass Köche, Kellner und Hotelfachleute an der guten Bilanz beteiligt werden“, sagt Katja Derer von der NGG Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichneten niedersächsische Hotels und Pensionen im vergangenen Jahr rund 45 Millionen Gäste-Übernachtungen – und damit das fünfte Rekordjahr in Folge.

„Viele Beschäftigte längst am Limit“

Um diese Zahlen möglich zu machen, arbeiteten allerdings auch im Kreis Wolfenbüttel viele Beschäftigte längst „am Limit“, so Derer. „Hoteliers und Gastronomen erwarten mehr Leistung, mehr Belastbarkeit und mehr Flexibilität. Das muss sich dann auch mit einem ,Mehr‘ im Portemonnaie auszahlen.“

Die harte Arbeit im Service – oft nachts oder am Wochenende – mache es immer schwieriger, noch Fachkräfte zu finden. Höhere Löhne seien ein entscheidender Beitrag, um wieder mehr Schulabgänger für die Arbeit im Restaurant oder Hotel zu gewinnen, so die Gewerkschafterin. Für Auszubildende fordert die NGG in der aktuellen Tarifrunde ebenfalls ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent.

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