Synode beschließt Haushalt der Landeskirche

26. November 2018
Die Landeskirche hat auch mit den finanziellen Folgen der Kirchenaustritte zu kämpfen. Symbolfoto: pixabay
Goslar/Braunschweig. Die braunschweigische Landessynode hat den landeskirchlichen Haushalt für die Jahre 2019 und 2020 beschlossen. Er beläuft sich für das Jahr 2019 auf rund 110 Millionen und für das Jahr 2020 auf rund 113 Millionen Euro. Wichtigste Einnahmequelle ist die Kirchensteuer, wie Oberlandeskirchenrat Dr. Jörg Mayer, am Freitag vor der Synode in Goslar erläuterte.

Wie die Ev.-luth. Landeskirche mitteilt, prognostizierte Mayer für die nächsten beiden Jahre weiter gute Steuereinnahmen. Der Haushalt geht für 2019 von 91 Millionen und für 2020 von 94 Millionen Euro aus. Auch für das laufende Jahr 2018 würden um 7 bis 8 Prozent (5 bis 6 Millionen Euro) höhere Einnahmen erwartet als geplant. Offenbar, so Mayer, sei das Wachstum der Bruttolöhne im Braunschweiger Land so hoch, dass die negativen Auswirkungen der Kirchenaustritte überkompensiert werden.

„Gute Phase wird nicht ewig dauern“

Allerdings werde diese gute Phase nicht ewig andauern, warnte der Finanzreferent. Deshalb nutze der aktuelle Haushalt die positive Finanzentwicklung um zukunftsorientierte Investitionen vorzunehmen: „in unseren Nachwuchs, in Kinder, Jugendliche und Familien, in Bildung, Diakonie und die Personalentwicklung“. Außerdem leiste er Vorsorge für schwierige Zeiten, „die in absehbarer Zeit erreicht werden“. So wird im neuen Haushalt unter anderem eine neue Stelle für Personalentwicklung und Gleichstellung geschaffen.

Insgesamt, so Mayer, dienten die meisten Mittel der Finanzierung von Personal. 46 Millionen Euro und damit 41 Prozent des Haushaltsvolumens flössen in die Personalkosten. Er informierte die Synode außerdem darüber, dass die Entwicklung der Kirchensteuern gegenüber den staatlichen Lohn- und Einkommensteuern deutlich zurückbleibe.

Mittel werden immer weniger

Berechnungen hätten ergeben, dass die staatlichen Steuern seit 1995 bis 2017 um rund 70 Prozentpunkte angestiegen seien. Die Kirchensteuern dagegen hätten um 60 Prozentpunkte dahinter gelegen. „Wir verlieren jedes Jahr durch die Austritte und den Rückgang unserer Kirchenmitgliedschaft als Faustformel etwa 2,7 Prozentpunkte unserer relativen Steuerkraft“, so Mayer. Die Inflation eingerechnet, habe die Kirche gegenüber 1995 deutlich weniger Mittel zur Verfügung, um ihre Aufgaben zu bewältigen.

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