Stopp gefordert: Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerk

31. Dezember 2018
Symbolbild. Foto: Thorsten Raedlein
Region. Zum Jahreswechsel werden durch Feuerwerkskörper in wenigen Stunden 5.000 Tonnen Feinstaub freigesetzt, was in etwa 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge entspricht. Das teilt der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit und fordert einen Stopp von Feuerwerken in belasteten Innenstädten Deutschlands.

Nach Ansicht der DUH sollen die Kommunen in Städten mit hoher Luftbelastung zentrale und professionell veranstaltete Feuerwerke außerhalb der sensiblen Zonen veranstalten. Gleichzeitig müsse es klare Verbote für Silvesterböller und mit Schwarzpulver getriebene Raketen geben, die für die extremen Feinstaubwerte aber auch viele Brände und Verletzungen verantwortlich seien. Dies sei laut DUH im Ausland bereits Praxis, jedoch erst in wenigen deutschen Städten so. Eine Alternative sei auch die Ausweisung bestimmter Zonen am Rande der Stadt, in denen ohne Gefahr für die Luftqualität private Silvesterböller und Raketen gezündet werden. Die DUH hält dies für nötig, um den Gesundheitsschutz in den von hoher Luftverschmutzung betroffenen Städten und Gemeinden sicherzustellen.

„Feinstaubkonzentration so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht“

„Für das wenige Stunden dauernde Silvester-Feuerwerk kauften die Menschen in Deutschland 2017 für 137 Millionen Euro umwelt- und gesundheitsschädliche Böller und Raketen. Sie erzeugen nicht nur viele zehntausend Tonnen an Müll, führen zu vielen tausend Feuerwehreinsätzen, sondern erzeugen auch ca. 5.000 Tonnen Feinstaub (PM10). Je nach Wetterlage ist die Feinstaubkonzentration über viele Stunden hinweg so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer, sagt: „Ein Silvesterfeuerwerk gehört für viele Menschen zum Jahreswechsel und so soll es auch bleiben. Wir brauchen aber für die mit Luftschadstoffen hoch belasteten Innenstädte einen Schutz vor den Feinstaubmassen aus archaischer Pyrotechnik. Nicht zuletzt aufgrund des Dieselskandals sind Menschen in Deutschland zunehmend besorgt, wenn es um das Thema saubere Luft geht. Die Kommunen sind hier gefordert zu handeln. Wir möchten eine Verschiebung der Feuerwerksaktivitäten raus aus der Innenstadt. Entweder auf Flächen am Stadtrand, wo die Menschen ihre Feuerwerkskörper abfeuern können oder noch besser ein professionelles Feuerwerk außerhalb sensibler Zonen, an dem sich alle erfreuen können und welches kaum Feinstaub erzeugt.“

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