Stadt stellt Parkkonzept vor: Brötchentaste ist raus

23. November 2018 von
Die Stadt stellt die Ergebnisse der Parkraumanalyse vor. Symbolfoto: Jan Borner
Wolfenbüttel. Dem städtischen Bauausschuss wird am 4. Dezember das Parkraumbewirtschaftungskonzept der Stadt vorgestellt. Die von der Verwaltung beauftragte Analyse soll Aufschluss über die Parksituation in der Innenstadt geben. Besonderes Augenmerk wurde auf den Bereich rund um das Lessingtheater gelegt. Die von der SPD geforderte Brötchentaste wurde nicht empfohlen.

Auf der Grundlage der Ergebnisse einer Parkraumanalyse, die den politischen Gremien bereits im März 2018 vorgestellt wurde, habe laut Verwaltung das Verkehrsplanungsbüro LK Argus dann verschiedene Maßnahmen entwickelt, um dem Parkdruck in der Innenstadt zu mildern und eine einheitliche Bewirtschaftung zu gewährleisten. Inhalt der Analyse waren unter anderem Punkte wie das öffentlich zugängliche Parkraumangebot, die Parkraumnachfrage und die Gebührensituation. Die Analyse habe ergeben, dass insgesamt genügend Parkraum in der Innenstadt vorhanden sei und die vorhandene Bewirtschaftung bereits verkehrliche Wirkung zeige.

Sie zeige aber auch, dass in der Innenstadt lokal eine hohe Belegung herrsche und auch in den unbewirtschafteten Teilgebieten nordwestliche Innenstadt und Auguststadt eine hohe Parkraumbelegung verzeichnet werden konnte. Es werde aber auch in Bereichen geparkt, in denen keine Abstellstände ausgewiesen seien – beispielsweise in der Breiten Herzogstraße, in der Kanzleistraße oder am Teichgarten. 

Brötchentaste nicht zu empfehlen

Die von der SPD geforderte „Brötchentaste“ kam in der Analyse nicht gut weg. Der Anteil der Brötchentaster-Nutzer sei laut LK Argus gering. Eine regelkonforme Nutzung sei hier nur bei intensiver Überwachung möglich. Zudem entstünden der Stadt zusätzliche Kosten und Einnahmeverluste. Eine Brötchentaste würde laut Analyse nicht die Erwartungen erfüllen und sei daher nicht empfehlenswert

Keine eindeutige Einschätzung zu Parkhaus am Theater 

Bei Vorstellungen im Lessingtheater werden die Parkplätze besonders knapp.

Immer wieder kam in den politischen Gremien die Frage nach einer Parkpalette am Lessingtheater auf den Tisch. Bereits im vergangenen Jahr legte die Rats-CDU einen Antrag vor, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, zu prüfen, ob der Bau und Betrieb einer Parkpalette mit etwa 180 Stellplätzen südlich des Lessingtheaters zu realisieren wäre. Zuletzt wurde das Thema vertagt, weil man das Ergebnis der Analyse abwarten wollte. Nun kommt der CDU-Antrag erneut in die Ausschüsse. Die Parksituation im Bereich des Lessingtheaters, des Schwimmbads Okeraue sowie im Bereich Harztorwall, Harzstraße, Trinitatiskirche sei schlecht, so die CDU. Besonders schwierig sei die Situation bei Betrieb des Theaters und des Bades. Die vorhandene Parkpalette Karlstraße/Landeshuter-Platz sei fast komplett dauervermietet und für den normalen Parkverkehr nicht nutzbar. Durch eine Parkpalette am Robert-Everlien-Platz könne man laut CDU auch eine Verbesserung der Parkmöglichkeiten für die in der Innenstadt Beschäftigten erzielen. Der Antrag soll im Anschluss an die Ergebnispräsentation im Ausschuss behandelt werden. Denn die Analyse zeigt kein eindeutiges Votum für oder gegen eine Parkpalette in besagtem Bereich. 

Es seien im Mai zu unterschiedlichen Tageszeiten Zählung der parkenden Fahrzeuge auf allen öffentlich zugänglichen Parkständen im Umfeld des Theaters und stichprobenartige Erhebungen des Ordnungsamtes auf dem Parkplatz Robert-Everlien-Platz durchgeführt worden. Dabei sei eine hohe Belegungen erfasst worden, obwohl manche Theatervorstellung nur mittelmäßig besucht war, beziehungsweise keine Vorstellung stattfand. Man gehe davon aus, dass bei der Belegung des Parkplatzes der Bekanntheitsgrad des Künstlers im Theater und die Wetterlage eine Rolle spiele. 

Eine Aufstockung der Parkplätze beziehungsweise der Bau einer Parkpalette auf dem Robert-Everlien-Platz könne sich aus den Ergebnissen nicht ableiten. Es werde eine Erhebungen über einen längeren Zeitraum mit Befragung der Besucher zu ihrer Anreiseart empfohlen. 

Weitere Informationen zur Analyse und zu den Maßnahmen sollen dem Ausschuss am 4. Dezmber (17 Uhr) durch Michael Schreiber vom Planungsbüro vorgestellt. Der weitere Zeitplan sehe laut Verwaltung vor, dass im Januar das Konzept zur öffentlichen Beteiligung ausliegen und die politische Diskussion stattfinden sollen. Der Beschluss durch den Rat der Stadt Wolfenbüttel sei für März 2019 geplant.

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