Sieben Verletzte bei Familienfeier – Großübung der Feuerwehr

12. Juni 2019
Eine verletzte Person wird abtransportiert während im Hintergrund eine weitere Person über eine Leiter gerettet wird. Fotos: Tanja Bischoff
Volzum. Am Dienstagabend fand in Volzum eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Sickte, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter statt.

von Tanja Bischoff

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Leon Fischer hatte dafür folgendes Szenario geplant: Bei einer Familienfeier in einer ausgebauten Wohnscheune kam es zu einer Verpuffung im Küchenbereich. Sieben verletzte Personen mussten geborgen werden. Um alles möglichst realistisch zu gestalten wurde mit zwei Nebelmaschinen, Rauchfackeln und Pyrotechnik gearbeitet. Die Darsteller der verletzten Personen wurden mit verkohlten Kleidern ausgestattet und Brandwunden wurden realistisch geschminkt.

Bei dem Einsatz war es wichtig, die entsprechenden baulichen Gefahren zu erkennen, die Situation zu überblicken und diese richtig einzuschätzen. Bei dem Alarm wurden die Wehren Volzum, Apelnstedt und Sickte informiert. Bereits fünf Minuten nach dem Notruf waren die ersten Kameraden vor Ort. Schnell wurde erkannt, dass es sich um eine MANV7, einen Massenanfall mit sieben Verletzten handelte. Daher wurde die Feuerwehr Dettum nachalarmiert, die wenige Minuten auch vor Ort war. Zudem waren vier Rettungs- und Krankenwagen und die Polizei bei dem Übungseinsatz dabei.

Eine der verletzen Personen wird von den Kameraden der Feuerwehr geborgen und an die Malteser übergeben.

Ortsbrandmeister der Feuerwehr Volzum, Frank Meier leitete den Einsatz. Dabei mussten vier ohnmächtige und zwei verletzte Personen aus dem verrauchten Gebäude geborgen werden. Eine Person hatte sich beim Sprung aus dem Gebäude schwer verletzt. Zudem musste über einer Entfernung von 800 Metern ein Löschangriff vorbereitet werden. Die Wasserversorgung erfolgte über zwei Hydranten und eine Zisterne. Ebenfalls im Gebäude waren gefährliche Flüssigkeiten, welche von den Kameraden auch als solche erkannt und umgehend aus der Gefahrenzone gebracht wurden. Die Verletzten wurden umgehend von den Maltesern und Johannitern versorgt, ein Notarzt war ebenfalls vor Ort.

Wie Gemeindepressewartin Kristina Heine mitteilte, verlief die Übung gut. Besonders hervorragend verlief die Zusammenarbeit der Feuerwehren mit den Hilfsdiensten. Im Nachgang werde es in den einzelnen Wehren noch Analysegespräche geben, um taktische Verbesserungsvorschläge zu besprechen, so Heine.

Kurz vorm Einsatz: Die Übungsbeobachter mit dem Drohnen-Team der Malteser und die Opfer der Verpuffung.

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