Reh in der Oker und hilflose Personen – Viel Arbeit für die Feuerwehr

23. August 2019
Ein totes Reh musste aus der Oker geborgen werden. Fotos: Feuerwehr Wolfenbüttel
Wolfenbüttel. Am Mittwoch galt es für Wolfenbütteler Ortswehren zu fünf Einsätzen auszurücken. Auch der Donnerstag forderte die Feuerwehrleute gleich drei Mal. Keine spektakulären großen Ereignisse, sondern viele Klein-Einsätze, die oftmals von der Bevölkerung nur am Rande wahrgenommen werden. Das berichtet die Feuerwehr Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung.

Zunächst löste am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr die automatische Brandmeldeanlage des Stadtbades „Okeraue“ am Harztorwall aus. Wasserdampf war der Grund, weshalb die empfindlichen Melder anschlugen. Der Löschzug der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel war vor Ort und rückte auch schnell wieder ein.

Am Mittag lösten die Meldeempfänger dann erneut aus – an der Ahlumer Straße qualmte ein Mülleimer an einer Bushaltestelle vor sich hin. Die Besatzung des ausgerückten Tanklöschfahrzeugs (TLF) löschte die glimmenden Reste daraufhin mit zehn Litern Wasser ab.

Totes Reh in der Oker

Rund zwei Stunden später ereilte den Brandmeister vom Dienst (BvD), Kai Strömel, ein Hilferuf aus der Drei-Linden-Siedlung. Eine Frau sichtete ein Reh in der Oker – das Tier lebte allerdings schon nicht mehr. Zunächst galt es daher, herauszufinden, wie die Feuerwehrleute zum Reh gelangen können. Schließlich forderte Strömel weitere Helfer nach, die mit einem Löschgruppenfahrzeug und einem Schlauchboot zur Oker kamen. Auch Mitarbeiter der Abwasserbeseitigungsbetriebe Wolfenbüttel (ABW) unterstützten bei der Bergung des Tieres. Sie rückten mit einem Transporter, ausgestattet mit einem Kran, an. Für die Spaziergänger bot dieser recht traurige Einsatz dennoch ein ungewöhnliches Bild – zwei mit weißen Schutzanzügen, Schwimmwesten und Mundschutz ausgerüstete Feuerwehrleute in einem Schlauchboot paddelnd auf der Oker. Die Maßnahmen waren jedoch zur eigenen Sicherheit der Helfer erforderlich. Das Reh konnte geborgen werden und wurde von den ABW-Mitarbeitern abtransportiert.

Zwei hilflose Personen

Kaum erreichten das LF und der BvD die Feuerwache an der Friedrich-Ebert-Straße, wurde abermals ein Einsatz der Rettungskräfte notwendig. Eine „hilflose Person hinter verschlossener Tür“ – aufgrund des Einsatzes der Wolfenbütteler Feuerwehr an der Oker wurde zunächst die Wehr aus Linden alarmiert. Das LF war jedoch bereits wieder einsatzbereit und konnte in das östliche Stadtgebiet der Lessingstadt ausrücken. Der Rest des mittwochs blieb „einsatzfrei“.

Am Donnerstag kam es am Morgen gegen 8.30 Uhr zu einer Alarmierung der Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel und des DRK-Rettungsdienstes. Abermals im östlichen Stadtgebiet meldete die Leitstelle eine „hilflose Person hinter verschlossener Tür“.

Der Motorraum wurde kontrolliert.

Grill sorgt für Aufregung

Der Donnerstag blieb bis zum späten Nachmittag ruhig. Um 17.30 Uhr allerdings erschreckte eine Meldung die Helfer von Feuerwehr und DRK: an der Fischerstraße wurde Rauch aus einem Mehrfamilienhaus kommend gemeldet, die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) alarmierte mit dem Stichwort „Feuer – Menschenleben in Gefahr“. BvD Uwe Hosang eilte zum vermeintlichen Brandort, in dessen Bereich überwiegend alte Fachwerkhäuser stehen. Beim Eintreffen von ihm und Stadtbrandmeister Olaf Glaeske war kein Rauch mehr zu sehen. Nach umfangreicher Erkundung konnte Entwarnung gegeben werden – ein Grillfeuer in einem Innenhof war verantwortlich für den Qualm (regionalHeute.de berichtete).

Ebenfalls kein Feuer und keinen Rauch mehr gab es einige Zeit später, als die Wolfenbütteler Wehr zu einer Kontrolle eines bereits gelöschten Brandes im Motorraum eines Autos ausrückte. Die Besatzung des TLF und des Gerätewagens (GW) Atemschutz, der sich gerade mit zwei Feuerwehrleuten zufällig in der Nähe befand, kontrollierten den Motorraum des Autos.

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