Reform der Pflegeausbildung – Klinikum lud zu Austausch ein

8. Februar 2019
26 Teilnehmer aus ambulanter und stationärer Pflege sowie Vertreter entsprechender Schulen nahmen an dem Treffen teil. Foto: Städtisches Klinikum
Wolfenbüttel. Die neue Ausbildung zum „Pflegefachmann/Pflegefachfrau“ startet in der Region Wolfenbüttel. Ab dem Jahr 2020 verschmelzen die Altenpflege-, Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegeausbildungen zu einer neuen generalistischen Ausbildung. Zu einem Austausch lud jüngst die Krankenpflegeschule des Städtischen Klinikums ein, so das Klinikum Wolfenbüttel.

Diese Erneuerungen hätten gravierende Auswirkungen sowohl für die Auszubildenden, als auch für die Einrichtungen. Unter dem Titel „Lernortkooperation“ sind die Vertreter der ambulanten und stationären Pflege der Region Wolfenbüttel der Einladung des Klinikums gefolgt.

„Wir bilden ab dem kommenden Jahr einen Beruf aus, den es bisher noch nicht gab“, eröffnete Ralf Harmel, Pflegedirektor des Städtischen Klinikums, das Treffen im Konferenzzentrum des Klinikums. 26 Teilnehmer aus ambulanter und stationärer Pflege sowie Vertreter entsprechender Schulen waren erschienen, um sich zum Thema und möglichen Kooperationen auszutauschen. Mit der generalistischen Ausbildung solle der demografischen Entwicklung und dem drohenden Fachkräftemangel begegnet werden. Gleichzeitig werde mit dieser Reform die Ausbildung in der Pflege vollkommen neu geregelt. Dabei würden neue Ausbildungsinhalte, Abschlüsse und Qualifikationen sowie Finanzierungswege nur einige der zukünftigen Herausforderungen darstellen.

Kooperationen werden notwendig sein

„Es wird darauf ankommen, enger miteinander zusammenzuarbeiten. Bisher erlernten die Azubis den Beruf an zwei Lernorten. Ab 2020 werden daraus vier. Dann sind die Auszubildenden sowohl in der Pflegeschule als auch im Krankenhaus, im Pflegeheim und im ambulanten Pflegedienst einzusetzen. Daher wird es mehr denn je nötig, Kooperationen untereinander einzugehen“, erklärte Ralf Harmel die Hintergründe des Treffens. Welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssten, welches Konzept verfolgt werden sollte und wer mit wem eine Kooperation anstrebt, stand im Mittelpunkt des Treffens.

Einig war man sich, dass es wohl kein in Beton gegossenes Konzept geben werde. Vielmehr müssten die zukünftigen Kooperationspartner in einem dauerhaften Prozess an der Umsetzung feilen. „Wir arbeiten in unserer Region Hand in Hand an einer Lösung“, blickte Ralf Harmel zuversichtlich in die Zukunft. Weitere Gespräche seien bereits geplant.

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