Ratskeller Sanierung kostet die Stadt rund 520.000 Euro

7. Dezember 2018 von
Das Brauhaus im Ratskeller ist seit September 2016 Geschichte. Während der neue Pächter zum Weihnachtsmarkt hier eine Popup-Bar betreibt, muss die Politik über eine Sanierung des Objektes beraten. Archivfoto: Werner Heise
Wolfenbüttel. Für die seit 2016 leerstehende Gastronomie im Ratskeller wurde ein neuer Pächter gefunden. Anfang November schloss die Stadt Wolfenbüttel mit der Betreibergesellschaft KOMM GmbH & Co KG einen entsprechenden Vertrag, der auf zunächst fünf Jahre ausgelegt sei. Doch bis zur geplanten Übergabe im Juli 2019 muss das Objekt noch saniert werden. Kostenpunkt: rund 520.000 Euro.

Die im Ratskeller derzeit vorhandenen technischen Einrichtungen wurden laut einer Verwaltungsvorlage der Stadt im Rahmen von umfassenden Sanierungsarbeiten in den Jahren 1991 und 1992 eingebaut. Hierbei sei unter anderem die Kücheneinrichtung für eine gewerbliche Nutzung hergerichtet und erweitert wurden, zudem habe man lüftungs- und kältetechnische Anlagen installiert. „Nach über 25 Jahren Nutzung sind diese technischen Einrichtungen weitestgehend abgängig und bedürfen einer Anpassung an die heutigen sicherheitstechnischen, energetischen und hygienischen Standards“, heißt es seitens der Stadt. Vor allem die Sanierung der raumlufttechnischen Anlagen macht mit 298.500 Euro den größten Teil der Investition aus.

Ein Beitrag zur CO2-Senkung

Der Pachtvertrag für den Ratskeller wird unterschrieben. V. l.: Jarek Kasperczyk, Sven Siegmund und Bürgermeister Thomas Pink. Foto: Stadt Wolfenbüttel

Der Pachtvertrag für den Ratskeller wird unterschrieben. V. l.: Jarek Kasperczyk, Sven Siegmund und Bürgermeister Thomas Pink. Foto: Stadt Wolfenbüttel

„Eine Modernisierung bzw. Sanierung der raumlufttechnischen Anlagen ist aus hygienischer und energetischer Sicht dringend erforderlich. Für einen dauerhaften sicheren Betrieb sind die vorhandenen raumlufttechnischen Anlagen für die Bereiche Küche, ‚Bibliothek‘, Gewölbekeller und Schankraum zu demontieren und durch neue Anlagen zu ersetzen. Die Anlage in der Küche ist mit einem Fettfangfilter auszustatten. Die Volumenströme der Anlagen werden den aktuellen Erfordernissen angepasst. Mit dem Einbau von leistungsangepassten Ventilatoren werden die Betriebskosten gesenkt und ein Beitrag zur CO2-Senkung geleistet. Die Regelungstechnik für die Lüftungsanlagen, die in der Vergangenheit mehrfach aufgrund des Alters ausgefallen ist, wird an die neuen Anforderungen angepasst. Auf diese Weise wird ein wirtschaftlicher und nutzerabhängiger Betrieb gewährleistet“, erklärt die Stadtverwaltung im Beschlussvorschlag an die Abgeordneten des Stadtrates.

Einsparpotential wird nicht empfohlen

Einsparpotential gebe es bei der mit 72.000 Euro veranschlagten Küchentechnik. Aufgrund der zuletzt durchgeführten Grundüberholung bestehe für den Bereich der vorhandenen Küchentechnik grundsätzlich auch die Möglichkeit eines Weiterbetriebes der Anlagen. Dies würde zirka 62.000 Euro einsparen. „Diese Möglichkeit wird von der Verwaltung jedoch nicht empfohlen, da hierdurch die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls steigt und bei einem späteren Austausch der Geräte entsprechende Schließzeiten während des laufenden Betriebes unabdingbar wären. Derartige Betriebsunterbrechungen sind aus Sicht beider Vertragsparteien nach Möglichkeit zu vermeiden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

In seiner öffentlichen Sitzung am 19. Dezember entscheidet der Rat der Stadt Wolfenbüttel über seine Zustimmung zur Sanierung des Ratskellers und einen Haushaltsvorgriff in 2019 auf das Haushaltsjahr 2020 in Höhe von 500.000 Euro.

Lesen Sie hier die Verwaltungsvorlage.

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