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Podiumsdiskussion der AG Demenz gut besucht

2. Februar 2018
Der Blick aufs Podium im gut gefüllte Ratssaal: (von links) Lukacz Pobieda (Lukas-Werk Gesundheitsdienste), Dr. Katja Liebold (APZ-Königslutter), Ellen Arndt (Moderation, AWO-Wolfenbüttel), Christine Wiesner (Klinikum Wolfenbüttel), Dr. Tobias Jüttner (Klinikum Wolfenbüttel). Foto: Sabine Resch-Hoppstock
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Wolfenbüttel. Auf großes Interesse stieß die AG-Demenz im sozialpsychiatrischen Verbund des Landkreises Wolfenbüttel mit der öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Cannabis bei Schmerzen – ein alternativer Therapieansatz?“ im Ratssaal. Lesen Sie dazu ein Bericht von Sabine Resch-Hoppstock.

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Fast 60 Interessierte fanden sich trotz des rechnerischen Wetters ein und diskutierten sehr engagiert miteinander. Professionelle Vertreterinnen der verschiedenen Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen sowie der Beratungsstellen und des Klinikums trafen sich ebenso, wie Betroffene, Mitglieder von Selbsthilfegruppen und private Pflegepersonen. Die seit März 2017 geltende Verordnungsmöglichkeit von medizinischem Cannabis spielt auch in der hiesigen Region bereits eine Rolle, allerdings setzen die niedergelassenen Ärzte diese Medikation noch recht verhalten ein. Bei Nutzung gerade auch für ältere und von Demenz betroffene Patienten gab es jedoch viel Positives zu berichten, gerade weil Cannabis relativ nebenwirkungsfrei ist und zum Beispiel deutlich zur Appetitanregung beitragen kann. In persönlichen Berichten der Teilnehmenden kamen jedoch auch die noch unübliche Praxis der Krankenkassen kritisch zum Tragen sowie die Hoffnung, nun endlich legal ein schon lange genutztes Medikament zu bekommen.

Lebhafte und vielschichtige Diskussion

Auf dem Podium diskutierten Dr. Katja Liebold (Chefärztin der Gerontopsychiatrie im APZ Königlutter), Christine Wiesner (Pain Nurse im Klinikum Wolfenbüttel), Chefarzt Dr. med. Tobias Jüttner (Schmerzmediziner Anästhesie u. Intensiv im Klinikum Wolfenbüttel) und Lukacz Pobieda (Dipl. Sozialarbeiter Lukas-Werk Gesundheitsdienste) miteinander die bestehenden Erfahrungen, Chancen und Risiken des medizinischen Einsatzes von Cannabis. Die Moderation wurde durch die Sprecherin der AG Demenz, Ellen Arndt (Leiterin des AWO Wohn- und Pflegheims Im Kamp) wahrgenommen. Schnell kamen auch die Plenumsteilnehmer*innen an diesem Abend zu Wort, so dass es einen sehr lebhaften und vielschichtige Diskussion, angereichert mit sehr persönlichen Erfahrungsberichten zum Thema gab.

Im Sinne des Vernetzungsgedankens wurden im Anschluß vielfach Adressen von Ärzten, Kliniken, Anlaufstellen und Selbsthilfegruppen ausgetauscht, so dass auch dem nachhaltigen Informationsgedanken Rechnung getragen wurde. Die Mitglieder der AG Demenz freuten sich über den spannenden Abend mit intensiver Diskussion zwischen den zahlreichen Besuchern aus der Region zu diesem interessanten Thema. „Mit dieser Thematik sind wir offensichtlich am Puls der Zeit und wer heilt hat Recht!“ so AG Sprecherin Ellen Arndt.
Das Format der Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen im Herzen der Stadt will die AG Demenz deshalb auf jeden Fall fortführen.

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