Perli gegen NATO-Pläne: Mehr Geld für Soziales statt Aufrüstung

8. November 2018
Victor Perli lehnt die Aufstockung des Militär-Etats ab. Foto: Die Linke
Berlin. Der Bundestag hat am Donnerstag über die Aufrüstungspläne der Großen Koalition diskutiert. Victor Perli, Bundestagsabgeordneter der Linken aus dem Wahlkreis Wolfenbüttel-Salzgitter, ist gegen eine Aufstockung und teilt dies in einer Pressemitteilung mit.

Die NATO habe beschlossen, dass jeder Mitgliedsstaat seinen Verteidigungsetat bis 2024 auf mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) anheben soll. Für Deutschland würde das eine Verdoppelung der bisherigen Rüstungsausgaben auf 70 bis 80 Milliarden Euro jährlich bedeuten. Union und SPD wollen der Absichtserklärung folgen und 2019 den Rüstungsetat um weitere 320 Millionen gegenüber den bisherigen Plänen von Bundesfinanzminister Scholz (SPD) aufstocken. Bis 2024 soll er dann auf insgesamt 1,5 Prozent des BIP steigen.

Die Linke sieht in den Plänen von NATO und Bundesregierung eine Entwicklung in die völlig falsche Richtung. „Waffen und Militär tragen nicht zur Schaffung von Frieden bei, sondern führen immer zu einer Verschärfung von Konflikten“, kritisiert Victor Perli, Bundestagsabgeordneter der Linken für die Region Braunschweig. Einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion hat der Bundestag in dieser Woche beraten. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert das 2-Prozent-Rüstungsziel abzulehnen.

Stattdessen fordern Perli und seine Fraktion mehr finanzielle Mittel um die sozialen Herausforderungen zu bewältigen und die Lebensumstände der Menschen zu verbessern: „Noch mehr Geld in Rüstungsausgaben zu stecken ist absurd. Pflegenotstand, Wohnungsmangel, sanierungsbedürftige Schulen – das sind Probleme, um die sich die Bundesregierung endlich kümmern muss. Dringend notwendige Investitionen in diesen Bereichen werden mit Verweis auf die Schuldenbremse verweigert, aber für die Rüstungsausgaben gilt sie nicht – das ist paradox“, so Perli abschließend.

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