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Notaufnahmen an ihren Grenzen: Eine Gebühr als Lösung?

6. Juli 2018 von
Zirka die Hälfte aller Notaufnahmenbesuche seien medizinisch nicht begründet. Symbolfoto: Archiv
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Region. Laut Medienberichten forderten bereits vor über einer Woche die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) eine Gebühr für die Nutzung der Notaufnahme im Krankenhaus. Zumindest bei unsachgemäßem Gebrauch, beziehungsweise überflüssigen Besuchen. Hintergrund sei eine nötige Kontrolle der Patientenströme, da viele Notaufnahmen an ihren Grenzen arbeiten würden.

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regionalHeute.de hat bei Dr. med. Thorsten Kleinschmidt, Vorsitzender des Bezirksausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen nachgefragt. „Da die Zahl und vor allem die Anlässe der Inanspruchnahme der Notaufnahmen sich in einer medizinisch nicht zu begründenden Weise vermehrt haben, muss zwingend eine Patientensteuerung her“, erklärt er auf die Anfrage.

„Gedankenlosigkeit bindet wichtige Ressourcen“

Zirka 50 Prozent der Fälle der Notaufnahmen seien medizinisch nicht begründet, so Kleinschmidt. Dies binde Ressourcen in den Notaufnahmen, die die „echten“ Notfälle dringender benötigen würden. Oft seien Gedankenlosigkeit, gepaart mit Sorge und Halbwissen aus „Dr. Google und Co.“ Anlass für das Aufsuchen einer Notaufnahme. „Eine Notfallgebühr kann dabei ein probates Mittel sein, Menschen dazu zu bewegen, erst einmal darüber nachzudenken, ob der Weg in die Notaufnahme wirklich der richtige ist. Daher unterstütze ich grundsätzlich diese Forderung“, erläutert Kleinschmidt die Forderung.

Die Mischung macht’s

Natürlich gebe es auch andere Wege, zu versuchen, Patienten in die richtigen Behandlungskanäle zu leiten. Portal- oder Anlaufpraxen, die ausdrücklich kein zusätzliches Versorgungsangebot darstellen sollten, könnten hier zu einer akuten Entlastung von Notaufnahmen führen. „Perspektivisch können in der Zukunft intelligente App’s Unterstützung für Menschen sein, den richtigen Weg ins medizinische Versorgungssystem zu finden. Ich persönlich glaube, dass ein Mix aus allen diesen Maßnahmen geeignet sein kann, das Problem zu lösen“, schlussfolgert der Vorsitzende des Bezirksausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

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