Niedersächsische Landesforsten sorgen sich um Buchenbestand

19. Juli 2019
Die Niedersächsischen Landesforsten sorgen sich um den Bestand der heimischen Buchen. Foto: Niedersächsische Landesforsten
Braunschweig. In vielen Wäldern sind momentan viele absterbende Buchen zu finden, wie die niedersächsischen Landesforsten in einer Pressemitteillung berichten. Demnach sei neben der Trockenheit auch eine hohe Zahl an Schädlingen schuld an der Situation. Den Landesforsten zufolge sei vor allem Südniedersachsen betroffen.

Zwar sei bekannt, dass Buchen häufig erst zeitverzögert auf Dürrejahre wie 2018 reagieren. Die rasante Entwicklung stimmt die Försterinnen und Förster der Niedersächsischen Landesforsten jedoch besorgt, wie Landesforsten erklären. Auslöser für die jüngsten Symptome sei die extreme Trockenheit und das Absterben der für den Wassertransport so wichtigen Feinwurzeln im vergangenen Jahr. Vielerorts zeige die Buche schon jetzt welkes Laub infolge des Wassermangels oder Risse in der Rinde nach Sonnenbrand. An der Rinde der geschwächten Buchen saugten sich in der Folge Schildläuse fest und öffneten so die Eintrittspforte für holzzersetzende Pilze. Der Befall durch Insekten wie Borkenkäferarten setze den geschwächten Laubbäumen zusätzlich zu. Vor allem die eindringenden Pilze sorgen den Landesforsten zufolge für das schnelle Absterben der Buchen und dafür, dass sie umgehend an Stabilität verlören. Klaus Jänich nennt die Folgen: „Auch bei schönstem Wetter brechen ohne Vorwarnung abgestorbene Äste oder ganze Kronenteile, sogar wenn diese noch grünes Laub tragen.“ Der Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten beobachte demnach seit Anfang des Jahres eine rasche Ausbreitung. So seien Buchen auf steinigen, trockenen Böden mit geringer Wasserspeicherkapazität sowie ältere Buchen besonders stark betroffen, beschreibt Klaus Jänich.

Große Gefahr für Waldarbeiter und Spaziergänger

Die absterbenden Buchen seien eine große Gefahr für die Waldarbeit und für Spaziergänger. Forstwirte, die in solchen Wäldern Bäume fällen, stünden unter einem besonderen Risiko. Es gelte nun in erster Linie, die Verkehrssicherheit entlang von Straßen sicherzustellen oder diese notfalls zu sperren, so die Landesforsten weiter. Die Sicherheit der im Wald arbeitenden Menschen und der Waldbesucher habe oberste Priorität: „Dort, wo die Gefahr für Erholungssuchende zu groß ist, muss der Zugang zu Waldgebieten vorübergehend gesperrt werden“, erklärt Jänich weiter. Das Absterben der Buchen sei nach derzeitigem Kenntnisstand ein komplexes Zusammenwirken von mehreren biotischen Ursachen und Witterungsfaktoren. Die extremen Witterungsereignisse seit 2018 bedrohen nicht nur die Fichtenwälder, die die Landesforsten derzeit vor dem Borkenkäfer zu schützen versuchen. „Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung von Insekten und Pilzerkrankungen. Lange Dürrephasen, wie wir sie künftig häufiger erwarten müssen, machen dem gesamten Ökosystem Wald zu schaffen“, sorgt sich Jänich.

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