Nach Halle: Landeskirche verurteilt rechtsextreme Tendenzen

10. Oktober 2019
Symbolbild: pixabay
Braunschweig/Wolfenbüttel. "Wir brauchen eine stärkere öffentliche Auseinandersetzung über die Gefahren von Rechtsextremismus und Antisemitismus", sagt Landesbischof Dr. Christoph Meyns angesichts des Angriffs auf eine Synagoge in Halle (Sachsen-Anhalt) am Mittwoch, 9. Oktober. Dies teilt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig mit.

Für die Landeskirche Braunschweig erklärt Meyns:

„Der Anschlag von Halle hat mich entsetzt. Er zeigt in drastischer Weise, dass der Antisemitismus nach wie vor ein großes Problem in unserer Gesellschaft ist.

Wir alle müssen uns der Erkenntnis stellen, dass der Antisemitismus Teil unseres kulturellen Erbes und nach wie vor weit verbreitet ist. Der unverminderte Kampf dagegen ist deshalb umso dringender und notwendiger. Das schließt den Rechtsextremismus ein, der einen Nährboden für Antisemitismus bietet.

„Rechtsextreme Tendenzen werden wieder stärker“

Mit großer Sorge nehme ich wahr, dass rechtsextreme Tendenzen in Politik und Gesellschaft wieder stärker werden. Sie dürfen in keiner Weise verharmlost werden. Wir müssen vielmehr die öffentliche Auseinandersetzung über die Gefahren von Rechtsextremismus und Antisemitismus stärker führen.

Die Kirche ist im Laufe ihrer Geschichte schuldig geworden, indem sie antisemitische Einstellungen vertreten und gefördert hat. Heute steht sie solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinden und verurteilt jede Form von Hass und Gewalt gegenüber Jüdinnen und Juden. Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Terroraktes und ihren Angehörigen. Wir sind mit ihnen in ihrer Trauer vereint und beten für sie um Gottes Beistand.“

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