Meinungsaustausch zur geplanten Düngeverordnung

9. April 2019
Foto: Privat
Groß Denkte. Zu einem Meinungsaustausch über aktuelle agrarpolitische Themen trafen sich Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg, Sarah Grabenhorst-Quidde (stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende) und der Landvolkvorsitzende Ulrich Löhr in Groß Denkte. Das berichtet Oesterhelweg in einer Pressemitteilung.

Zentrales Thema seien dabei die Auswirkungen der geplanten erneuten Verschärfung der Düngeverordnung auf die regionale Landwirtschaft und Umwelt gewesen. Erst vor 18 Monaten seien demnach erheblich verschärfte Auflagen zur Düngung bundesweit in Kraft getreten. Löhr führte aus, dass der Einsatz von Düngemitteln, insbesondere in den Tierhaltungshochburgen erfreulicherweise schon erheblich eingeschränkt worden sei. Mit Veränderungen bei den Messwerten sei aber nur mittelfristig zu rechnen. „Wasser hat ein langes Gedächtnis“, so Löhr. Frank Oesterhelweg führte aus, dass hier vor Ort schon seit Jahrzehnten, vielfach in Kooperation und enger Abstimmung mit den Wasserversorgern, nach dem Bedarf der Pflanzen gedüngt wird.

Einig seien sich die Gesprächsteilnehmer darüber gewesen, dass die Gründe für die erhöhten Schadstoffwerte an Grundwassermessstellen schnell analysiert und die Ursachen beseitigt werden müssen. Da, wo die Landwirtschaft ursächlich für erhöhte Werte verantwortlich sei, müsse dann auch die Düngung eingeschränkt werden. Aber andere Ursachen, wie natürliche geologische Bedingungen, Messstellen auf alten Mülldeponien oder undichte kommunale Abwasserleitungen dürfen nicht aus den Augen verloren werden.

„Zahlen, Daten und Fakten“

Die neuen Auflagen, die durch großen Druck aus dem Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium über Nacht zur EU Kommission gemeldet wurden, würden es vielerorts unmöglich machen, Pflanzen noch ausreichend zu ernähren. „Wer in der Tierhaltung seine Tiere hungern lässt, begeht eine Straftat. Im Pflanzenbereich droht jetzt eine staatlich vorgeschriebene Mangelernährung von Pflanzen, die einen Abbau von Humus und eine erhöhte Co²-Freisetzung und damit sogar nachteilige Auswirkungen auf das Klima nach sich ziehen wird“, stellte Ulrich Löhr fest. Oesterhelweg forderte hinsichtlich der geplanten Regelungen eine Ausrichtung an wissenschaftlichen Kriterien und an, wie er formuliere, „Zahlen, Daten und Fakten“. Auf die Frage von Sarah Grabenhorst-Quidde, wie es um die Zukunft der regionalen Brotweizenproduktion bestellt sei, führten  beide Agrarexperten aus, dass unter den geplanten und leider nicht wissenschaftlich begründeten Bedingungen die notwendigen Inhaltswerte für den Qualitätsweizen nicht mehr zu erreichen seien.

Oesterhelweg und Grabenhorst-Quidde verdeutlichten, dass die CDU Niedersachsen in Zusammenarbeit mit Landeslandwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast massiv auf die Politik in Berlin und Brüssel einwirkt, einen nachhaltigen Wasserschutz zu betreiben, bei dem Fakten im Vordergrund stehen, aber die heimische Landwirtschaft nicht auf der Strecke bleibt.

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