Kundenumfrage: Erfahrungen bei der Umstellung von L- auf H-Gas

27. März 2019
Symbolbild: Pixabay
Region. In Tausenden Haushalten in Niedersachsen wird in den nächsten Jahren die Gasversorgung umgestellt. Damit Heizungen, Herde und andere Gasgeräte danach weiter funktionieren, muss jedes einzelne Gerät von einem Monteur überprüft werden. Auf viele Gaskunden kommen daher Hausbesuche und Umrüstungen zu. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen möchte die bereits laufenden Arbeiten genauer untersuchen und ruft daher alle Betroffenen auf, ihre Erfahrungen zu schildern.

Wer die Verbraucherzentrale bei ihrer Untersuchung unterstützen möchte, könne dafür verschiedene Wege nutzen. Am einfachsten sei die Teilnahme an einer Online-Befragung, die unter www.marktwaechter-energie.de/umfrage zu erreichen sei.

„Die Umfrage ist so angelegt, dass sich betroffene Kunden in jeder Phase der Umstellung beteiligen können“, erklärt Christina Peitz, Energieexpertin im Projekt Marktwächter Energie der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Dies sei wichtig, da sich der Prozess über Jahre hinziehe und keineswegs an allen Orten parallel ablaufe. „Während einige Verbraucher gerade erst davon erfahren haben, ist die Anpassung in anderen Teilen Niedersachsens bereits in vollem Gange oder sogar schon abgeschlossen“, so Peitz.

Zentraler Ansprechpartner für die Umstellung vor Ort sei immer der Betreiber des örtlichen Gasnetzes. „Daher ist für uns besonders interessant, wie die Kommunikation zwischen Kunden und Netzbetreibern läuft – sowohl bei der Terminvergabe als auch später bei der Prüfung und technischen Umrüstung“, sagt Peitz. Verbraucher, die nicht an der Online-Befragung teilnehmen möchten, könnten sich auch per Post an den Marktwächter wenden. Adresse: Verbraucherzentrale Niedersachsen, Projekt „Marktwächter Energie“, Herrenstraße 14, 30159 Hannover. Die Auswertung der Daten erfolgt ausschließlich anonymisiert und unabhängig vom Einzelfall. Die Ergebnisse sollen im Sommer veröffentlicht werden.

Hintergrund: Bis zu sechs Millionen Geräte betroffen

Die Umstellung der Gasversorgung sei nötig, weil in Deutschland bislang zwei unterschiedliche Erdgassorten genutzt werden: L-Gas und H-Gas. Da die Förderung von L-Gas stark zurückgehe, sollen bis 2030 alle deutschen Gasnetze auf H-Gas umgestellt werden. Bundesweit seien davon laut Schätzungen bis zu sechs Millionen Geräte betroffen. Die Kosten werden über eine Umlage auf alle Gaskunden verteilt. Niedersachsen sei eines der ersten Bundesländer, in denen die sogenannte Marktraumumstellung umgesetzt werde – erste Pilotprojekte starteten bereits im Jahr 2015.

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