„Kritische Gesamtentwicklung“ – Immer weniger Meisterbetriebe

19. Mai 2019
Es gibt immer mehr Ein-Mann-Betriebe. Symbolfoto: pixabay
Region. Die Zahl der Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade ist im vergangenen Jahr um 261 Betriebe von 27.684 auf 27.945 gestiegen. Rückläufig ist die Zahl der Meisterbetriebe, die von 16.400 auf 16.147 und damit um 1,5 Prozent zurückgegangen ist. Das teilt die Handwerkskammer in einer Pressemitteilung mit.

Zugenommen habe die Zahl der Betriebe der zulassungsfreien Handwerke, für deren Gründung keinerlei Qualifikationsnachweis notwendig ist. Ihre Zahl stieg um 381 Betriebe von 6.084 auf 6.465.

„Diesen Trend stellen wir schon seit vielen Jahren fest“, sagt Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer. Vor zehn Jahren habe die Zahl der Meisterbetriebe noch bei rund 17.900 gelegen, also 1.750 Betriebe mehr, die Zahl der zulassungsfreien Betriebe dagegen sei mit 4.500 deutlich niedriger gewesen als heute. Sudmeyer sieht diese Entwicklung kritisch: „Unserer Erfahrung nach sinkt dadurch die Qualität im Handwerk.“ Viele Gewerke seien in eine Spirale der Dequalifizierung geraten. „Wir haben immer mehr Ein-Mann-Betriebe, immer mehr Solo-Selbstständige. Dort wird kaum noch ausgebildet und Wissenstransfer findet nicht mehr statt“, sagt der Kammerhauptgeschäftsführer.

„Fehler der Vergangenheit beheben“

Hauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer. Foto: Fotostudio Sascha Gramann

Die Statistiken zeigten, dass meistergeführte Betriebe unternehmerisch stabiler seien. „Damit sind sie auch volkswirtschaftlich wichtig, weil dadurch neue Arbeitsplätze entstehen, ausgebildet wird und langfristige Steuereinnahmen für die Gemeinden zu erwarten sind“, erklärt Sudmeyer. „Wir begrüßen daher, dass die Aufhebung der Meisterpflicht aus dem Jahr 2004 auf den Prüfstand gestellt werden soll.“ Dabei ginge es nicht um eine Rolle rückwärts, sondern darum, Fehler der Vergangenheit wo nötig und möglich zu beheben.

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