Können Hornburgs Fachwerkbauten zum Klimaschutz beitragen?

18. April 2019
Die Gifhorner Landtagsabgeordnete Imke Byl (2. v. re.) informierte sich in Hornburg über Klimaschutz im Fachwerkbau. Foto: Bündnis90/Die Grünen
Hornburg. Auch Fachwerkhäuser können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Darum besuchte Imke Byl, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, die Hornburger Altstadt, um sich direkt vor Ort über die Chancen und Herausforderungen im denkmalgeschützten Baubestand der Stadt zu informieren. Das berichtet der Ortsverband Elm-Asse-Fallstein von Bündnis90/Die Grünen.

Im Rahmen eines Rundgangs zeigten die Michael Petrick und Cordula Wulf von der Gemeindeverwaltung Schladen-Werla ausgewählte Objekte, die derzeit im Rahmen des Förderprogramms städtebaulicher Denkmalschutz saniert werden.

Auf die Herausforderungen der Wärmesanierung in Fachwerkhäusern wies Sven Hagemann, Hornburger Ortsratsmitglied, hin. Insgesamt gebe es in Deutschland etwa eine Million Fachwerkbauten. Ihr Energiebedarf lässt sich durch dem Bautyp angepasste Wärmedämm-Maßnahmen. Nach seiner Erfahrung gibt es aber weiterhin zu wenig Architekten und Handwerker, die sich mit geeigneten diffusionsoffenen Dämmstoffen auskennen, zum Beispiel Holzfaser, Schilf und Leichtlehm. Imke Byl regte dazu an, Netzwerke für kompetente Fachkräfte aufzubauen, auf die Eigentümer und Verwaltungen zurückgreifen können.

Wirklich klimaneutral werden Fachwerkhäuser nur durch Nutzung erneuerbarer Energien. Dies ist unter den jetzigen Bedingungen bei denkmalgeschützten Bauten wie in der Hornburger Altstadt nur schwer möglich, erläuterte Sven Hagemann. „Ich kann mir eigentlich gut ein denkmalgeschütztes Haus mit einer Solartanlage auf dem Dach vorstellen“, meinte hierzu Imke Byl. Beide waren sich einig, dass ein Weg gefunden werden muss, um Klimaschutz und Denkmalschutz unter einen Hut zu bringen.

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