KiTa-Reform in Sickte: Das Defizit in den Griff kriegen

11. Januar 2019
Sicktes Bürgermeister Marco Kelb (hinten Mitte) mit einigen Mitwirkenden an der KiTa-Reform in Sickte: vorne: Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Maren Battenberg (l.) und Jantje Letas (r., Elternvertreterin KiTa St.Petri), hinten: Horst Klene (l., Elternvertreter KiTa St. Petri), Sebastian Paschkowicz (r., Gemeindeelternsprecher). Foto: Gemeinde Sickte
Sickte. Wie die Gemeinde Sickte mitteilt, war eine umfassende Kita-Reform in der Gemeinde nötig. Angesichts dramatischer finanzieller Lage werde die Wirtschaftlichkeit der Kinderbetreuung nun spürbar verbessert. In einigen Kitas müssen aber die Öffnungszeiten reduziert werden.

Mit der Vorlage des Haushaltsplanes 2017 stellte sich die finanzielle Situation der Gemeinde Sickte dramatisch dar. Größter Ausgabeposten mit rund 1,73 Millionen Euro war hierbei das Defizit aus dem Betrieb der vier Kindertagesstätten in der Gemeinde Sickte. Entschlossenes und wirkungsvolles Handeln war also gefragt.

Bürgermeister Marco Kelb (CDU) lud daher Vertreter der Ratsfraktionen, Kita-Leitungen, Trägervertreter und Elternvertreter zu mehreren Arbeitssitzungen ein. Arbeitsgrundlage war eine erstmals erstellte Kostenrechnung, die deutlich machte, durch welche Maßnahmen Wirtschaftlichkeitseffekte erzielt werden können. Sie schaffte aber gleichsam auch für eine Eltern eine klare Kosten- und Gebührentransparenz und damit Verständnis für den gemeindlichen Handlungsbedarf.

Die Eltern wurden mit einbezogen

Ziel der Sitzungen war es, ein Konzept zur Reduzierung der Kita-Defizite bei möglichst geringen Einschränkungen für die betreuten Kinder und deren Eltern zu erarbeiten. Um hierfür weitere belastbare Daten zu erhalten, hatten die Elternvertreter eine Elternbefragung hinsichtlich derer Betreuungsbedarfe und -wünsche durchgeführt. Auch wurden Elternversammlungen einberufen, um die Eltern über den Fortgang der Beratungen auf dem Laufenden zu halten und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

Im August 2018 konnte dann ein umfassendes Reformkonzept vorgelegt werden, welches der Ausschuss für Jugend und Soziales in zwei arbeitsintensiven Sitzungen im Oktober und November beraten hat. Der Rat der Gemeinde Sickte hat das in den Beratungen nur geringfügig geänderte Reformkonzept in seiner Sitzung am 12. Dezember mit den Stimmen der CDU/FDP-Gruppe und der SPD-Fraktion gegen die Stimmen der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion beschlossen.

Reduzierung von Öffnungszeiten in einigen Kitas

Kernstück der Reform ist die behutsame und an den Betreuungsbedarfen orientierte Reduzierung von Öffnungszeiten einiger Kita-Gruppen um eine Senkung der Personalkosten zu erwirken. Ferner wurde die Flexibilität bei der Buchung von Betreuungszeiten reduziert um eine höhere Auslastung der bereitgestellten Kapazitäten zu erlangen und damit die Gebührenstruktur näher an die Kostenstrukturen heranzuführen. Von diesem Punkt unberührt bleiben Betreuungsverträge, die vor dem 1. August 2019 wirksam geworden sind. Unumgänglich war zudem eine ab dem Jahr 2020 auf drei Jahre festgeschriebene vertretbare Gebührenerhöhung um jeweils 3 Prozent pro Jahr. Die Festlegung auf drei Jahre gibt Eltern und der Gemeinde Planungssicherheit hinsichtlich der Gebührenhöhe.

Die Einspareffekte aus dem Reformpaket belaufen sich auf rund 100.000 Euro pro Jahr. Bürgermeister Kelb zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „In enger Zusammenarbeit aller Akteure im KiTa-Bereich ist uns endlich der große Wurf gelungen, die dramatische Kostenentwicklung in der KiTa-Betreuung einzudämmen.“ Damit, so Kelb, sei ein entscheidender Beitrag zur Haushaltskonsolidierung der Gemeinde Sickte geleistet, ohne dass die Belastungen und Einschränkungen für die Eltern ein nicht vertretbares Maß annehmen.

Kelb bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitwirkenden. Ein besonderer Dank gilt den Elternvertretern, die in besonderem Maße kooperativ waren, ohne dass Sie die Interessen der Kinder und Eltern aus dem Blick verloren haben.

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