Holzdiebe – Landesforsten wehren sich mit moderner Technik

12. Januar 2019
Mit moderner Technik sollen die Holzdiebe überführt werden. Fotos: Niedersächsische Landesforsten
Wolfenbüttel. Gelegenheit macht wohl sprichwörtlich "Holzdiebe". Im niedersächsischen Forstamt Wolfenbüttel wurden abermals große Mengen Holz aus den Wäldern entwendet. Nun sagen die Niedersächsischen Landesforsten mit moderner Technik den Holzpiraten den Kampf an. Das teilen die Niedersächsischen Landesforsten mit.

Mit Hightech GPS-Ortungsgeräten, sogenannten „Holztrackern“, wird versteckt und heimlich das Holz in den Wäldern verwanzt. Diese Technik ist nicht neu. Bereits seit 2013 schützen die Landesforsten ihr Holz damit. 2016 konnten mit Hilfe der Staatsanwaltschaft bereits die ersten Holzdiebe im Raum Braunschweig und im Harz überführt werden.

„Mit Hilfe eines kleinen unscheinbaren Kästchen werden die Holzpolter geschützt“, beschreibt Andreas Möhring, Betriebsdezerent im Forstamt Wolfenbüttel das Vorgehen, „Die Tracker bedienen sich drei verschiedener Techniken. Zum einen wird ein GPS-System zur Ortung des Holzes verwendet. Weiter setzen wir einen Bewegungssensor ein, der bei Bewegung des Holzes einen Alarm über das verbaute Mobilfunkmodul an die Landesforsten und an die Holzkunden absetzt.“

Schaden liegt schnell bei mehreren Tausend Euro

Denn das Holz in den Wälder gehört in den meisten Fällen bereits den Kunden der Landesforsten. „Holzklau sei keineswegs neu“, meint Betriebsdezernent Andreas Möhring. „Durch den Einsatz der Tracker konnten wir zwar einen Rückgang verzeichnen, dennoch kommt es immer wieder zu Diebstählen. Der dabei verursachte Schaden für uns und unsere Kunden liegt schnell bei mehreren Tausend Euro weshalb auch jeder Fall der Polizei gemeldet wird“.

Holz wird vor allem dort geklaut, wo der Wald gut zu erreichen ist. In der vergangenen Woche nahmen Diebe zwei volle LKW-Ladungen Buchenindustrieholz aus einem Waldstück bei Helmstedt mit. Bei den Dieben handelt es sich sowohl um Gelegenheitstäter als auch um Profis. „Für diese Menge braucht man schon schweres Gerät, um es abzutransportieren“, sagte Dennis Glanz. „Da sind Hochkriminelle am Werk.“

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