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Harz- und Heidegelände könnte bebaut werden

17. April 2016 von
Flohmärkte, Oldtimer-Treffen oder Park- und Ride-Service: das Harz- und Heide-Gelände wird regelmäßig genutzt. Foto: Robert Braumann

Braunschweig. Braunschweig will neue Wege in der Gewerbeflächenvorsorge gehen. Laut des aktuellen Nutzungskonzeptes für Gewerbeflächen der Stadtverwaltung könnte auch das Harz- und Heide-Gelände mit Bürogebäuden bebaut werden. Ein geplantes Vorhaben gibt es jedoch noch nicht. 


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In ihrem aktuellen Flächennutzungsplan hat die Stadtverwaltung auch das leerstehende Harz- und Heidegelände mit aufgeführt. Eine mögliche Bebauung von Büroräumen steht als Option in dem Konzept. Die Stadtverwaltung beschreibt die Freifläche als „Flächenpotenzial“. Dort könnten sich „wissensbasierte Unternehmen“ oder „Forschungseinrichtungen“ ansiedeln. Aktuell wird die Fläche noch Veranstaltern für Flohmärkte, Oldtimer-Treffen oder als Park- und Ride-Service genutzt.

Piratenpartei, Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann:

Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann. Foto: Piratenfraktion Braunschweig

Jens-Wolfhard Schicke-Uffmann. Foto: Piratenfraktion Braunschweig

„Erst einmal ist es nur ein Konzept, bei dem natürlich alle Flächen berücksichtigt werden, um das vorhandene Entwicklungspotential aufzuzeigen. Die Harz- und Heide-Freifläche als solche aufzugeben wäre jedoch eine denkbar schlechte Idee. Das alte Messegelände stellt eine der letzten innenstadtnahen Großflächen dar und wird schließlich nicht nur als Park- und Ride-Platz genutzt. Attraktiv, direkt am Ringgleis gelegen, finden hier der beliebte Harz- und Heide-Flohmarkt sowie weitere Großveranstaltungen statt. Diese tragen zur soziokulturellen Vielfalt im Stadtleben bei und sind regionalweite Besuchermagnete. Wenn wir diesen Ort überbauen, verliert Braunschweig viel mehr als nur eine flexible Freifläche.“ Zudem sei eine Umnutzung für Büroflächen nicht notwendig, stünden doch 80.000 Quadratmeter leer (Büroimmobilienmarktbericht 2016).

SPD, Nicole Palm

Nicole Palm. Foto: SPD

Nicole Palm. Foto: SPD

„Wir begrüßen grundsätzlich die mögliche Nutzung des Harz-und-Heide-Geländes als Gewerbefläche für wissensbasierte Betriebe, wie es das städtische Gewerbeflächenkonzept vorsieht. Demnach ist angedacht, auf dem Harz-und Heide-Gelände insbesondere Platz für neue Bürozentren zu bieten. Ähnliche Einrichtungen existieren bereits an der Theodor-Heuss-Straße oder auf dem Artmaxx-Gelände.

Allerdings darf nach unserer Auffassung bei einer derartigen Nutzung auch die unmittelbare Nähe des Areals zur Volkswagenhalle, dem Bürgerpark und dem Kennelgebiet als zentrale Veranstaltungsorte im Süden Braunschweigs nicht vergessen werden. Daher ist auch zu berücksichtigen, dass das Harz-und Heide-Gelände gerade bei Großveranstaltungen als Parkfläche für den Shuttle-Verkehr genutzt wird und auch zukünftig genutzt werden sollte. Sollte ein Teil des Geländes dennoch als Gewerbefläche ausgewiesen werden, ist vorher zu klären, welche alternativen Parkmöglichkeiten angeboten werden können bzw. wie der öffentliche Nahverkehr so gestärkt werden kann, dass weiter vermehrt Veranstaltungsbesucher mit Bus und Bahn anreisen.“

Grüne, Holger Herlitschke

Holger Herlitschke, Foto: T. Raedlein

Holger Herlitschke, Foto: Thorsten Raedlein

„Auf den ersten Blick beurteilen wir die geplante Umwidmung des Harz- und Heide-Geländes als äußerst wünschenswert. Wir würden es sehr begrüßen, wenn dort tatsächlich „Wissensbasierte Betriebe“ angesiedelt werden könnten. Den Baumbestand an der Theodor-Heuss-Straße möchten wir dabei allerdings erhalten – ähnlich wie bei dem Bosch-Gelände gegenüber.

Unseres Erachtens könnten die bisherigen Veranstaltungen (Flohmärkte etc.) auf diesem Gelände problemlos weiter stattfinden. Laut Abbildung 32 in dem Gewerbeflächenkonzept (S. 31) wäre zwischen dem potenziellen Bürozentrum an der Theodor-Heuss-Straße und der Eisenbütteler Straße noch ausreichend Platz für anderweitige Nutzungen.“

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