Grüne fordern insektenfreundliche Bepflanzung

21. März 2019
Auf einer wilden Blumenwiese können sich Insekten wohl fühlen. Symbolbild: Pixabay
Wolfenbüttel. Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt einen Antrag zur Biodiversität und insektenfreundlichen Bepflanzung und Pflege auf landkreiseigenen Liegenschaften. "Damit soll ein Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlage geleistet werden“, erläutert der Fraktionsvorsitzende Holger Barkhau. Dies teilen die Grünen in einer Pressemitteilung mit.

“Wir wollen zudem langfristig den Pflegeaufwand von Grünflächen verringern und gleichzeitig Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen motivieren, Grünanlagen nach ökologischen Gesichtspunkten anzulegen“, so Barkhau weiter. Zu den Beweggründen für den Antrag erklärt Hilmar Nagel, Mitglied im Umweltausschuss: „Von den bisher in den Roten Listen bewerteten Insektenarten gelten 42 Prozent als bestandsge­fährdet, extrem selten oder ausgestorben. Vom Rückgang betroffen sind tagaktive und nacht­aktive Insekten aller Gruppen. Käfer, Fluginsekten und wasserlebende Insekten. Die Anzahl der Insekten ist dabei ebenfalls stark zurückgegangen, in 25 Jahren um über 75 Prozent.“

Insekten sind unverzichtbar

Kreistagsmitglied und Stellvertretende Landrätin Christiane Wagner-Judith ergänzt: „Dieser Verlust hat weitreichende Folgen und bedroht die Artenvielfalt der Biosphäre, da Vögel und Fledermäuse auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen sind. Zudem spielen Wildinsekten eine wichtige Rolle für die Bestäubung. Ihre Bestäuberleistung kann nicht durch Honigbienen ersetzt werden.“ Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gehe davon aus, dass die lnsekten für unser Ökosystem unverzichtbar sind. Es stellt fest: „Beim lnsektensterben handelt sich nicht um ein lokales oder regionales Phänomen, sondern um eine bundesweite und klar belegbare Entwicklung.“

Der Antrag der Grünen beinhaltet zwei Elemente: Der Landkreis Wolfenbüttel stellt die Grünflächen aller landkreiseigenen Liegenschaf­ten auf ökologische, die Biodiversität fördernde Bepflanzung und Pflege um. Parallel werde zur Umsetzung dieser Maßnahmen ein Arbeitskreis „Biodiversität“ gebildet, dem unter anderem Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, des Landschaftspflegeverbandes, der Naturschutzorganisationen und Imkerverbände angehören, und der jährlich dem Kreistag Bericht erstattet.

„Wir hoffen auf breite Unterstützung unseres Antrages im Kreistag“, ist Holger Barkhau zuversichtlich. „Der Erhalt unserer Lebensgrundlagen ist über die Parteigrenzen hinweg eine Aufgabe für alle Verantwortungsträger.“

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