Herrenloses Fahrrad löste große Suchaktion an der Oker aus

28. Juli 2017 von
Auf der Okerbrücke wird nach dem Kind gesucht. Fotos und Video: Anke Donner/Werner Heise
Wolfenbüttel. Ein herrenloses Kinderfahrrad in der Nähe der Oker hatte am Freitag eine großangelegte Suchaktion ausgelöst. Die Einsatzkräfte mussten vom Schlimmsten ausgehen. Denn sollte das Kind, dem das Fahrrad gehörte, in die Oker gefallen sein, zählte jede Minute. Nach drei Stunden konnte Entwarnung gegeben werden - das Kind war wohl auf.

Wie sich nach rund dreistündiger Suche herausgestellte, wurde das Fahrrad zurückgelassen, da es einen Platten hatte. Vater und Sohn gingen zum Einkaufen in die Stadt. Als sie das Fahrrad später abholen wollten, wunderten sie sich über das große Aufgebot an Rettungskräften und konnten die Situation schnell aufklären. Die Suche wurde daraufhin abgebrochen. „Wir scheuen solche Einsätze tatsächlich nicht. Wir alarmieren lieber ein Mal zu viel, als zu wenig“, versichert Lars Schäfer, Sprecher der Feuerwehr Wolfenbüttel. 

Insgesamt waren 170 Kräfte vor Ort. Im Einsatz waren die Feuerwehr Wolfenbüttel mit diversen Fahrzeugen und zwei Booten, die Feuerwehr Linden mit zwei Fahrzeugen und einem Boot, die Feuerwehr Börßum mit Fahrzeug und einem Motorboot, die Feuerwehr Gr. Stöckheim und die Feuerwehr Braunschweig Leiferde (suchten im Bereich Leiferde Gr. Stöckheim die Oker ab, zusammen mit dem Boot aus Salzgitter), die Feuerwehr Schladen und Feuerwehrtechnische Zentrale mit Motorboot und zwei Fahrzeugen, doie Berufsfeuerwehr Braunschweig Südwache mit einem Motorboot und drei Fahrzeugen, die Berufsfeuerwehr Salzgitter mit einem Motorboot und einem Fahrzeug, Taucher Werkfeuerwehr Peine/Salzgitter mit Fahrzeug mit drei Einsatzkräften, Taucher DLRG Braunschweig mit fünf Kräften, der DRK Rettungsdienst Wolfenbüttel mit zwei Rettungswagen, einem Krankentransportwagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie zur Absuche der Oker von oben den Rettungshubschrauber Christoph 30 und 11 Einsatzkräfte. Die Taucher aus Wolfsburg konnten ihre Fahrt abbrechen, da das Kind gefunden wurde.

Das Protokoll der Suchaktion lesen Sie hier:

Das herrenlose Fahrrad wurde mit einem Cappy am Lenker auf dem Wall gefunden. Es ist nicht bekannt, um welches Kind es sich handelt. Die Polizei prüft gerade die Rahmennummer und versucht so den Besitzer ausfindig zu machen.

So sieht das Fahrrad aus. Wer Hinweise auf den Besitzer geben kann, bitte umgehend bei der Polizei melden (05331 9330).

Die Suchaktion läuft unter anderem auch mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 im Bereich der Oker am Gefängnispark zwischen Juliuswehr und Kenoshabrücke. Die Feuerwehr Braunschweig hat mittlerweile ein zweites Schlauchboot zur Unterstützung gebracht. Auch Bürgermeister Thomas Pink und Landrätin Christiana Steinbrügge haben sich an der Suchaktion beteiligt.

Derzeit werden weitere Einsatzkräfte aus Braunschweig und Salzgitter angefordert. Auch die Bereitschaften, die wegen der Hochwasserlage in Stellung waren, helfen bei der Suche mit. Der Okerverlauf wird flussabwärts an den Ufern von den Feuerwehrleuten abgesucht. Auch Boote aus dem gesamten Landkreis sind jetzt im Einsatz.

Es wird ein Hubschrauber der Polizei Hannover mit Wärmebildkamera angefordert. 

Der Hubschrauber aus Hannover ist jetzt angekommen und sucht das Gebiet mit einer Wärmebildkamera ab.

Zwei Taucher der Werksfeuerwehr der Salzgitter AG sollen jetzt den Fluss absuchen. 

Es wurden weitere Taucher der Berufsfeuerwehr Wolfsburg angefordert.

Mittlerweile wird mit fünf Booten gesucht. Foto: Anke Donner

Die Suche läuft auf Hochtouren. Foto: Anke Donner

Die Polizei prüft den Code des Fahrrads. Foto: Werner Heise

Offenbar wird ein Schlauchbooteinsatz vorbereitet.

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Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
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