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Frank Oesterhelweg zum Pink-Austritt: Wenig überrascht

10. August 2018 von
Frank Oesterhelweg mag die Kritik so nicht stehen lassen. Foto/Video: Alexander Panknin
Region. Der Parteiaustritt des Wolfenbütteler Bürgermeisters Thomas Pink bewegt aktuell die kommunale Politik. Für ihn sei es in der CDU "unerträglich" geworden, nicht zuletzt wegen der parteiinternen Grabenkämpfe um Horst Seehofer und Angela Merkel. Aber auch kommunale Kollegen kamen bei der Kritik nicht gut weg. So auch der Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg.

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Eine Kritik, die Oesterhelweg nicht annehmen möchte. Im Interview mit regionalHeute.de nimmt er zu den Vorwürfen Stellung und schildert seine Sichtweise auf die Dinge und warum es, seiner Meinung nach, trotzdem eine Zukunft für die Wolfenbütteler CDU geben wird: Auch ohne Ex-Kollegen Thomas Pink. Dabei findet Oesterhelweg klare Worte, auch über die öffentliche Darstellung des CDU-Disputs in den Medien. (Mehr im Video)

Sein schriftliches Statement:

„Den Parteiaustritt von Herrn Pink nehme ich wenig überrascht zur Kenntnis, schließlich hatte er diesen Schritt schon mehrfach angedroht beziehungsweise angekündigt.
Einen großen Teil seiner Kritikpunkte an der Union insgesamt kann ich nachvollziehen.

Den persönlichen Seitenhieb hatte ich erwartet… eigentlich viel heftiger.

In aller Kürze zu seinen unwahren Bemerkungen in der BZ, deren Chefredakteur offensichtlich immer noch nicht verinnerlicht hat, dass Herr Pink nicht Ober-, sondern „nur“ Bürgermeister ist, auch wenn er sich das „Ober“ wohl sehr wünscht.

Nach dem auch in Südniedersachsen und im Raum Hannover schlechten Bundestags- und Landtagswahlergebnis hat es entgegen seiner Behauptung mehrere Termine und sogar eine interne Konferenz gegeben – Herr Pink hat allerdings nicht teilgenommen.

Auf eine erneute Kandidatur zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion habe ich verzichtet, weil ich Landtagsvizepräsident und damit kooptiertes Vorstandsmitglied geworden bin.

Die von Herrn Pink erwähnte Kursänderung bei den Mitteln für die Region haben die vier Braunschweiger CDU-Abgeordneten mehrfach intern mit der Ministerin und dem Staatssekretär besprochen – mit positivem Ergebnis.

Ich habe nicht zur Gründung eines CSU-Verbandes aufgerufen, sondern für den – von mir nicht gewünschten – Fall einer Trennung der Schwesterparteien angekündigt, dass ich dann wohl den Schritt zur CSU machen würde.

Der BZ-Chefredakteur und Bürgermeister Pink sollten besser recherchieren, sauber zitieren und bei der Wahrheit bleiben, wenn sie glaubwürdig erscheinen wollen.

Ich danke Herrn Pink für seinen Einsatz für die CDU in vier Jahrzehnten, in denen wir übrigens vieles auch gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Gleichzeitig bedaure ich sehr, dass er mit seinem Austritt kurz vor dem Ende seiner Amtszeit all‘ die Menschen vor den Kopf stößt, die ihn in der CDU unterstützt und ihn letztendlich auch auf dem Weg auf den Stuhl des Bürgermeisters begleitet haben. Das entspricht allerdings leider auch seinem Verhalten in den vergangenen Jahren. Dass Herr Pink die Union für seine Karriere nun nicht mehr braucht und die pflichtgemäßen Abführungen an die CDU zukünftig einspart, könnte ihm seinen Schritt erleichtert haben.“

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