Falschgeld im Umlauf: Kommt es aus der Region?

11. Juli 2019 von
In letzter Zeit konnte vermehrt Falschgeld sichergestellt werden. Symbolbild: Pixabay
Region. Wie die Polizei kürzlich in einer Pressemitteilung berichtete, hat ein unbekannter Täter an einem Kiosk in Salzgitter mit einem gefälschten 20 Euro-Schein bezahlt. Nach Informationen von regionalHeute.de ist dies nicht der einzige Fall in der Region gewesen.

Stefan Weinmeister, Polizeisprecher der Polizeiinspektion Braunschweig bestätigt dies auf Nachfrage unserer Online-Zeitung. Derzeit seien zirka zehn Fälle bekannt, in denen gefälschte 20er im Spiel waren. „Diese Scheine sind schlecht gemacht. Bereits beim Anfassen müsste man es merken, dass es nicht echt ist“, so Weinmeister. Grundsätzlich komme ein Falschgeldvorkommen in Abständen immer wieder vor, meint auch Polizeihauptkommissar Thomas Figge, zuständig für die Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt. 

20er seien dabei jedoch eher unüblich, so Weinmeister. Im Normalfall würden eher 50er gefälscht werden. Diese seien jedoch von der Bundesbank neu gestaltet worden, was es den Geldfälschern nicht einfach mache (regionalHeute.de berichtete). Anders erklärt sich Thomas Figge das Vorkommen der 20er: „20er tauchen im Zahlungsverkehr am häufigsten auf und werden nicht immer überprüft. Während 50 Euro Scheine doch schon eher in Geschäften durch den Geldscanner gejagt werden, geschieht dies hier bei den 20 Euro Scheinen eher unregelmäßig. Dazu kommt noch, dass sich die Fälschung von 10 Euro oder 5 Euro-Scheinen nicht lohnt. Geldscheine müssen, wenn sie gefälscht werden, verdammt gut sein. Bei 10 Euro Scheinen (oder 5er) lohnt sich der Aufwand nicht.“

Herkunft der Scheine ungewiss

„Schlaue“ Geldfälscher würden das Geld nicht in der Gegend in Umlauf bringen, in der sie es herstellen, wie Figge berichtet. Dennoch sei davon auszugehen, dass es keine weite Reise hinter sich habe, denn Bankautomaten erkennen das Falschgeld als solches und nehmen es umgehend aus dem System. „In vielen Fällen verteilt es sich nur über die Geschäfte“, so Weinmeister. Woher die Scheine kommen, bleibt also vorerst ungewiss. „Die Zuordnung auf einen Täter ist nur dann möglich, wenn man jemanden erwischt, mit dem Falschgeld und der entsprechenden Druckplatte“, erklärt Thomas Figge. 

Die Polizei weist darauf hin, dass die Verbreitung von Falschgeld strafbar ist. Wer den Verdacht hat, auch einen gefälschten Schein bei sich im Portemonnaie zu haben, kann dies auf der nächsten Polizeistation testen lassen. 

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