Fairer Handel – Am 12. Mai ist Weltladentag

7. Mai 2018
Darstellung: Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Wolfenüttel. Anlässlich des Weltladentages am 12. Mai rufen das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband dazu auf, die Ausbeutung zu stoppen. Die Werkstatt Solidarische Welt e.V. beteiligt sich an der Kampagne und informiert zwischen 10 und 13 Uhr vor dem Weltladen in der Okerstraße 10 über die Verletzung von Menschenrechten in der globalen Lieferkette.

Außerdem werden Kaffee aus Papua Neuguinea und Schokolade aus Ghana, beides Produkte aus Fairem Handel zum Probieren angeboten. Der Verein ist nach eigenen Angaben Mitglied im Weltladen-Dachverband und engagiert sich seit 2004 für mehr Gerechtigkeit im Welthandel.

Hintergrund:

Nach wie vor werden bei der Herstellung unserer Alltagsprodukte häufig Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört. Auch deutsche Unternehmen sind immer wieder an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt oder profitieren davon. Oft speisen sich Unternehmensgewinne systematisch aus menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und niedrigen Umweltstandards. Wenn Unternehmen im Ausland die Rechte von Arbeiter/innen verletzen, die lokale Bevölkerung von ihrem Land vertreiben oder Schäden für Umwelt und Gesundheit verursachen, bleibt dies für sie jedoch häufig ohne rechtliche Folgen. Betroffene finden weder vor Ort noch in den Heimatländern der Unternehmen Rechtsschutz und Wiedergutmachung. Die deutsche Politik hat in den letzten Jahren viele Möglichkeiten verpasst, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt bei der Herstellung unserer Alltagsprodukte zu stoppen und verbindliche menschenrechtliche Vorgaben für Unternehmen zu beschließen.

Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband fordern deshalb:

  • Eine verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für deutsche Unternehmen entlang ihrer gesamten Lieferkette!
  • Eine konsequente Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)!
  • Eine konstruktive Unterstützung des UN-Treaty Prozesses durch die Bundesregierung!
  • Und strengere Indikatoren in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie für eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen!
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