Fahrradwerkstatt bietet Hilfe zur Selbsthilfe

10. August 2016
Jürgen Hartmann macht in der Fahrradwerkstatt die Fahrräder fit. Foto: Stadt Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Die Fahrradwerkstatt im Z/U/M hat sich in Wolfenbüttel gut etabliert. Die Stadt Wolfenbüttel berichtet im Nachfolgenden darüber.

Über mangelnde Arbeit kann sich Jürgen Hartmann von der ehrenamtlichen Fahrradwerkstatt Wolfenbüttel nicht beklagen. Was vor rund zwei Jahren im Keller der Carl-Gotthard-Langhans-Schule begann, ist heute unter Zweiradfahrern längst kein Geheimtipp mehr. Mittlerweile ist die Werkstatt im ZUM am Stadtmarkt zuhause und hat mit der Freiwilligenagentur, dem ADFC und dem DRK starke Partner an seiner Seite. Der Lions-Club hatte damals für die Ausstattung mit Werkzeug gesorgt und lokale Fahrradhändler unterstützen das Ganze mit gebrauchten Ersatzteilen. „Irgendwann war der Platz in der Berufsschule einfach zu wenig“, berichtet Hartmann. Vor drei Monaten kam dann das DRK mit ins Boot. In der dortigen Zukunftswerkstatt werden alte Fahrräder wieder flott gemacht und über verschiedene Bedarfsträger an Bedürftige vermittelt. Jedem Rad liegt ein Zettel bei, der auf die Fahrradwerkstatt verweist, sollte einmal ein Defekt am Rad auftreten. „Unser Angebot wird stark nachgefragt“, so Hartmann. Montags und mittwochs können die Besitzer der Räder am Nachmittag in der Fahrradwerkstatt unter fachkundiger Aufsicht selbst reparieren.

Flüchtlinge helfen in der Werkstatt

Auch zahlreiche Flüchtlinge schauen mit ihren Rädern vorbei, drei Männer (ein Iraker, zwei Syrer) sind derzeit sogar als ehrenamtliche Helfer aktiv. „Sie sind froh, dass sie eine Beschäftigung haben und lernen nebenbei unsere Sprache“, sagt Hartmann. Noch bis 31. Oktober läuft das Pilotprojekt im Rahmen des Runden Tisches der Stadt. Dann wird das Projekt ausgewertet. „Dann ist für die ,normalen‘ Radfahrer auch die Saison vorbei“, weiß Hartmann. Zum Abschluss soll es am 29. Oktober gemeinsam mit dem ADFC noch eine Beleuchtungsaktion geben. In den Wintermonaten ist geplant Fahrradreparatur-Selbsthilfekurse anzubieten – auch als reine Frauenkurse. Und im nächsten Jahr, so Hartmann, soll es im Frühjahr als Fahrradinitiative weitergehen. Entsprechende Projektmittel sollen über das DRK beantragt werden.

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