Energie durch Wasserkraft: Wird Wolfenbüttel zum Vorreiter?

5. Dezember 2018 von
Kann die Oker in Wolfenbüttel nicht nur für Freizeitvergnügen wie dem Entenrennen, sondern auch für die Energiegewinnung gewonnen werden? Foto: Archiv/Anke Donner
Wolfenbüttel. Entsteht in Wolfenbüttel ein technisch neuartiges Wasserkraftwerk, das Modellcharakter für die Energiegewinnung haben könnte? Ein erster Schritt wurde in der Sitzung des Bauausschusses am gestrigen Dienstag getan. Bei einer Enthaltung wurde einstimmig eine Beschlussempfehlung ausgesprochen, die Wasserdurchflussmengen an verschiedenen Okerarmen zu messen.

Laut eines Antrages der CDU-Ratsfraktion sollen hierfür maximal 25.000 Euro investiert und in den Haushalt 2019 eingestellt werden, um bei positivem Messergebnis das Wasserkraftwerk in Wolfenbüttel zu bauen und zu installieren. Die Entscheidung hierüber fällt der Verwaltungsausschuss.

„Eine einmalige Chance“

Reinhard Voges, einer der Initiatoren des Projektes, sieht viel Potenzial in dem möglicherweise zu bauenden Wasserkraftwerk – sowohl wirtschaftlich als auch für das Image der Stadt. „In der Stadt Wolfenbüttel besteht die einmalige Chance in der nächsten Zeit ein innovatives ökologisches Projekt im Bereich der Erneuerbaren Energien zu realisieren. Dies wäre ein weiterer wichtiger Baustein im Rahmen des Umweltkonzeptes unserer Stadt und ein aktiver Beitrag zum kommunalen Klimaschutzes. Da es in der Vergangenheit hier mehrere Wassermühlen an der Oker gegeben hat, wäre dies auch eine Fortsetzung dieser Tradition“, so Voges in einer Pressemitteilung.

Die wissenschaftliche Unterstützung und Optimierung soll projektbegleitend in der Fachhochschule Ostfalia durch den Lehrstuhl für Versorgungstechnik erfolgen. Für die technische Entwicklung seien bereits die erforderlichen Schutzrechte beantragt und erteilt worden, heißt es im CDU-Antrag. Um mit großer Sicherheit beurteilen zu können, dass die Wassermengen der Oker ausreichen, um das Wasserkraftwerk permanent anzutreiben, müss eine Durchflussmessung der Wassermengen über mindestens zwölf Monate erfolgen und von einem Hydrologen begleitet werden.

Ein Wolfenbütteler Unternehmen soll die Anlage bauen

Bei positiver Beurteilung der Einsatzmöglichkeit könnte der Bau der Anlagen in einem Wolfenbütteler Unternehmen erfolgen, so die CDU weiter. Der Unternehmer sei mit den technischen Anforderungen vertraut und sieht eine gute Chance für den Bau der Anlagen in Wolfenbüttel. Mit der Realisierung dieses Projektes könne eindrucksvoll das Zusammenwirken von Ingenieurwissen, Forschung und Lehre sowie Handwerk unter Beweis gestellt werden.

Laut Reinhard Voges habe man auch bereits die Handwerkskammer Braunschweig für das Projekt gewinnen können. „Der Erfinder des neuen innovativen und modularen Klein-Wasserrades (zirka 5 Kilowatt) Hartmut Drews gibt uns in der Stadt Wolfenbüttel die Möglichkeit, hier ein Projekt zu realisieren, wie es in Deutschland beziehungsweise in Europa bisher nicht vorhanden ist. Im Vergleich zu konventionellen Getriebe-Wasserkraft-Anlagen ist diese nicht so wartungsintensiv“, so Voges.

Vorreiter in Deutschland und Europa

Mit den Erfahrungen dieses ersten Prototyps hätte man die Möglichkeit, mit den in Wolfenbüttel vorhandenen Kompetenzen diese Anlage technisch weiter zu optimieren und hier zu bauen, um sie dann auch in Wolfenbüttel erstmalig in Deutschland und Europa zu betreiben.

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