Elm-Asse: Grüne wollen Umstellung auf Ökostrom

17. Januar 2019
Bernhard Foitzik, Angelika Uminski und Lutz Seifert. Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Elm-Asse. Bündnis 90/Die Grünen möchten, dass die Gemeinden in der Samtgemeinde und die Samtgemeinde Elm-Asse nur Strom aus erneuerbaren Energien verwenden. Aus diesem Grunde stellen die Grünen in den Räten entsprechende Anträge. Das teilt der Ortsverband Elm-Asse-Fallstein (EAF) von Bündnis 90/Die Grünen mit.

Die Klimakrise und die Folgen, die sich daraus ergeben bedrohen die Grundlagen unserer Gesellschaft, die Wirtschaft und die internationale Sicherheit. Zu diesem Ergebnis kommen mittlerweile die meisten Forschungsinstitute, die sich mit dem Thema befassen. Dabei ist der Klimawandel nicht länger ein fernes Phänomen, der Klimawandel ist längst Wirklichkeit. Wochenlang hielt 2018 die Rekordhitze und eine enorme Dürre Europa in Atem. Im Frühjahr 2017 dagegen gab es Frostschäden durch ungewöhnlich tiefe Temperaturen und im Juli Hochwasser zum Beispiel in Wolfenbüttel und Goslar. Im Sommer davor verwüsteten Unwetter Deutschland. Lutz Seifert: „Die Wetterextreme haben rasant zugenommen. Die Klimakrise ist nicht mehr irgendwo in der Welt, sondern direkt vor unserer Haustür angekommen.“ Für Bündnis 90/Die Grünen ist der Klimawandel die größte Herausforderung dieser Zeit.

Der Meeresspiegel könnte um 10 bis 60 Meter ansteigen

Derzeit liege die globale Durchschnittstemperatur bereits um gut 1°C über dem vorindustriellen Niveau und sie steige etwa um 0,17°C pro Jahrzehnt an, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung veröffentlichte. Nach dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung bleibt selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen ein Risiko, dass der Planet durch verschiedene Rückkopplungsprozesse in eine Heißzeit gerät. Bei so einer Heißzeit würden langfristig die Temperaturen um etwa 4°C bis 5°C sich erhöhen und dadurch der Meeresspiegel um 10 bis 60 Meter ansteigen.

Lutz Seifert, Ratsmitglied der Gemeinde Vahlberg, sagt dazu: „Deutschland hat das Klima- Übereinkommen von Paris unterschrieben. Mit diesen Übereinkommen hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber den vorindustriellen Werten zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Gemeinde Vahlberg soll dazu ihren Beitrag leisten und zukünftig nur Ökostrom beziehen.“

„Ein weiter so kann es nicht geben“

Hilmar Nagel, Ratsmitglied der Samtgemeinde Elm-Asse sagt: „Die UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hat die Erwartungen vieler Menschen, dass die Staaten endlich bereit sind, mehr zu tun, um ihren CO2-Ausstoß zu senken, enttäuscht. Deshalb sollte die Samtgemeinde die Bevölkerung nicht enttäuschen und auf Ökostrom umsteigen.“ Angelika Uminski, Geschäftsführerin des Grünen Kreisverbandes Wolfenbüttel ergänzt: „Ein weiter so kann es nicht geben, wenn wir unseren Kinder und Enkelkindern eine lebenswerte Zukunft erhalten wollen! Wir haben das große Glück, einen regionalen Stromanbieter in unserer Region zu haben, der gern bereit wäre unsere Gemeinden mit sauberem Strom zu versorgen, diese Chance sollten wir nutzen!“ „Die Samtgemeinde Elm-Asse, muss hier als Beispiel, auch für ihre Mitgliedsgemeinden, vorangehen. Sie muss in unserer, durch die Atommülleinlagerung geschädigten Region, ein Zeichen setzen“, so Bernhard Foitzik, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in der Samtgemeinde Elm-Asse.

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