Ehe für alle – Ein Jahr nach der Einführung

27. November 2018 von
Viele gleichgeschlechtliche Paare sagten bereits ja. Symbolbild: Anke Donner
Region. Am 1. Oktober des vergangenen Jahres war es endlich so weit. Gleichgeschlechtliche Paare konnten sich trauen lassen, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie gemischtgeschlechtliche Paare. regionalHeute.de fragte bei den Standesämter in der Region nach, wie viele Paare diese Möglichkeit bereits genutzt haben.

Teilweise hat die Einführung der Ehe für alle dazu geführt, dass häufiger ja gesagt wurde als bei der Lebenspartnerschaft. So wurden in Braunschweig allein zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember 2017 47 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen und 42 Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt. Im Jahr 2018 wurden bisher 66 Ehen geschlossen und 39 Partnerschaften umgewandelt. Im Vergleich dazu sind zwischen dem 1. Januar und dem 30. September 2017 gerade mal 19 Lebenspartnerschaften geschlossen worden.

Auch in Wolfsburg ist ein Anstieg zu verzeichnen. Während in den Jahren vor der Einführung jeweils weniger als zehn Lebenspartnerschaften geschlossen wurden, sagten seit dem 1. Januar 2018 14 Paare Ja zur neuen Ehe. Zusätzlich wurden seit der Einführung 29 Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt. Auch in Peine war nach der Einführung der Ehe für alle ein leichter Anstieg zu verspüren. Insgesamt sieben Paare sagten Ja zur Ehe, während es bei der Lebenspartnerschaft in den letzten Jahren jeweils nur drei Ja-Worte waren.

Kurzer Ansturm in Salzgitter

In Salzgitter kam es zu einem kurzen Ansturm direkt nach der Einführung der Ehe für alle. Im Oktober 2017 sagten sieben gleichgeschlechtliche Paare ja zueinander. Seitdem werden im Monat zwischen keiner und zwei gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen.

In Gifhorn hat das neue Gesetz kaum jemanden ins Standesamt getrieben. Lediglich ein Paar hat die Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen. Seit der Einführung der Ehe für alle wurde in Gifhorn noch keine gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen. Keine Veränderung hat das Standesamt Helmstedt verzeichnet. Während vor der Einführung der Ehe etwa drei Lebenspartnerschaften geschlossen wurden, liegt die Zahl der Eheschließungen auf dem gleichen Niveau. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in Goslar ab. Fünf gleichgeschlechtliche Paare haben dort ja gesagt, was im Schnitt der Lebenspartnerschaften liegt. In Wolfenbüttel haben zwölf Paar ja gesagt.

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: wolfenbuettel@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Anzeigen
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztliche Bereitschaftspraxis: 05331-8553990
Elterntelefon: 0800 111 0 550

Deutsches Rotes Kreuz
- Servicestelle: 05331/ 9750 200
- Tafel: 05331/ 94 86 55
- Kleiderkammer: 05331/ 927 846 4
- ITZ: 05331/ 927 847-0
- Solferino: 05331/ 927 84 2880
- Pflege+Betreuung: 05331/ 9750 714
- Rettungsdienst: 05331/ 9750 612

Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenschutzhaus Wolfenbüttel: 05331-41188
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Hospizverein Wolfenbüttel: 0171/6226606
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Wolfenbüttel: 05331-9340
Landkreis Wolfenbüttel: 05331-840
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Stadt Wolfenbüttel: 05331-860
Strom-Gas-Wasser-Störungsstelle der Stadtwerke Wolfenbüttel: 05331-408111
Technisches Hilfswerk (THW) Wolfenbüttel: 05 33 1 / 96 99 40
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006