DRK: Sommer-Sprachcamp für Kinder mit Migrationshintergrund

19. Juli 2019
Die Kinder im Sommer-Sprachcamp. Foto: DRK Wolfenbüttel
Wolfenbüttel. Sich gegenseitig helfen, Neues ausprobieren und miteinander sprechen steht im Fokus des DRK-Sommer-Sprachcamps in der Grundschule am Geitelplatz. Unterstützt durch die Deutsche Postcode Lotterie und die Lotto-Sport-Stiftung und in Kooperation mit Vereinen und Einrichtungen aus Wolfenbüttel erhalten rund 30 Kinder eine Ferienbetreuung mit dazugehöriger Förderung. Dies teilt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel mit.

Für die Projektinitiatorin der Flüchtlings- und Migrationshilfe im DRK-Kreisverband Wolfenbüttel, Aline Gauder, ist das Camp mehr als eine reine Ferienbetreuung oder Nachhilfe in den Sommerferien: „Wir wollen, dass die Kinder Spaß daran haben, sich zu bewegen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir wollen ihnen dabei helfen, ihr Selbstvertrauen zu stärken und ihre Interessen an neuen Sport- und Freizeitaktivitäten zu finden“, erklärt sie. Das Programm dafür haben die Coaches des Vereins FuNah – Fußball und nachhaltiges Lernen – aus Hildesheim erstellt. „Unser Konzept sieht vor, dass wir vormittags ein Lernangebot machen, bei dem die Kinder in zwei altersgemischten Gruppen zusammen Deutsch lernen und nachmittags gemeinsam Sport machen. Aber auch zwischendurch und während des Unterrichts gibt es viele Bewegungseinheiten“, erklärt Omar Fahmy, Vorsitzender des Vereins.

Wolfenbütteler Beteiligung am Sommercamp

Auch der MTV Wolfenbüttel beteiligt sich mit einem Angebot am Sommercamp: „Wir wollen den Kindern verschiedene Sportarten vorstellen und den Kontakt in Sportvereine erleichtern. An einem Nachmittag waren daher Trainer und Trainerinnen des MTV bei uns und haben mit den Kindern Hand- und Basketball gespielt und von Peter Graun haben sie einen ersten Einblick in Selbstverteidigungstechniken erhalten. Auch Zumba war im Angebot“, berichtet Gauder. Zudem erhielten die Kinder vom MTV Trinkflaschen und einen Gutschein für kostenfreie Schnupperstunden. Wenn die Eltern zuhause merken, dass ihr Kind Interesse an einem Sport hat, könnten sie sich an die Flüchtlings- und Migrationshilfe wenden. „Wir organisieren Mitfahrgelegenheiten und bringen Kinder zusammen, die sich für das gleiche interessieren – denn zusammen ist es manchmal leichter etwas Neues auszuprobieren“, erklärt Gauder.

Projekte aus Sport und Integration

Möglich ist das Sommer-Sprachcamp durch die Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie und der Lotto-Sport-Stiftung, die sich mit jeweils 5000 Euro beteiligen. „Wir fördern Projekte aus den Bereichen Sport und Integration. Das hier beides zusammenkommt, ist super!“, freut sich Ronja Benkowitz von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, die sich persönlich vom Erfolg des Projektes überzeugte. Die Zielgruppe des Sprachcamps ist sehr gemischt. So nehmen Kinder, die von dem Betreuungs- und Bewegungsangebot profitieren an dem Camp teil. Ebenso aber auch Kinder mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund, die Schwierigkeiten haben, dem Deutschunterricht in der Schule zu folgen oder Hemmungen haben vor und mit anderen zu sprechen. 30 Kinder können am Camp teilnehmen. „Am ersten Tag des Camps zeigte sich aber, dass nicht alle, die angemeldet waren, tatsächlich kommen. Dadurch konnten andere nachrücken – manchmal sehr zur Freude der Eltern“, erklärt Elke Heinze, die an der Schule als Sozialarbeiterin angestellt ist. Sie hält im Hintergrund die Fäden zusammen und kümmert sich um die Kommunikation mit den Eltern. Auch der Austausch mit dem ortsansässigen Stadtteiltreff „Die Ulme“ zählt zu Ihrer Aufgabe, sodass Absprachen zum Ferienprogramm durchgehend stattfanden.

„Coaches sind Vorbilder für die Kinder“

Zum Programm gehören auch die gemeinsamen Pausen, zur Mittagszeit wird das Camp mit Mahlzeiten vom DRK-Cateringbetrieb Solferino beliefert. „Ein Ziel des Camps ist es, das Gemeinschaftsgefühl der Kinder zu stärken“, erzählt FuNah-Coach Lia Röttger, die selbst aus Wolfenbüttel kommt und in Hildesheim Sport auf Lehramt studiert. Wie sie sind fast alle der FuNah-Coaches Sportstudenten, viele von ihnen haben selbst einen Migrationshintergrund. „In unserem Team sind elf verschiedene Sprachen vertreten. In unseren Projekten sind die Coaches immer Vorbilder für die Kinder und zeigen ihnen, dass sie sehr viele Potentiale mitbringen und dass sie damit viel erreichen können“, so Fahmy.

Am Samstag endet das Sommer-Sprachcamp mit einem kleinen Fest, zu dem auch die Familien der Kinder in die Schule eingeladen sind. Dabei ist auch ein Team von ker.mit aus Braunschweig, das erlebnispädagogische Angebote durchführt. Wer nicht gleich auf einen wackeligen Turm aus Getränkekisten klettern möchte, kann sich auch auf der Hüpfburg austoben oder sich am Buffet stärken. Die Aktion in der GS Geitelplatz ist für das DRK die dritte Ausgabe des Sprachcamps, im vorigen Jahr fand ein Camp in Baddeckenstedt statt.

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