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DRK begleitet auf dem Weg ins inklusive Arbeitsleben

8. März 2018
Sabine Apitz betreut als Jobcoach des FBE Tom Sommer, der derzeit ein Praktikum bei DM in Goslar absolviert. Foto: DRK
Wolfenbüttel. Alle Menschen wünschen sich eine gute Arbeitsstelle auf dem ersten „allgemeinen Arbeitsmarkt“ und sind in der Regel bei der Arbeitsplatzsuche nicht auf Hilfe angewiesen. Für Menschen mit geistigen oder Lern-Behinderungen scheint der Weg dagegen wesentlich schwieriger. Dem setzt der Fachdienst für berufliche Eingliederung (FBE) des DRK-Kreisverbandes ein anderes Konzept entgegen.

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„Wir suchen den passenden Job und qualifizieren den Menschen für diese Stelle“, sagt Uwe Rump-Kahl, Bereichsleiter des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel. „Die Arbeitgeber sind natürlich unsere wichtigsten Partner und zeigen sich bisher sehr offen, so konnten wir in diesem Jahr bereits zwei sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge vermitteln.“

Dieses einmalige Angebot in der Region und im Landkreis Wolfenbüttel will das FBE-Team am Mittwoch, 14. März, ab 18 Uhr im Solferino (Am Exer 17) vorstellen. Alle Interessierten sind zu diesem Vortragsabend eingeladen. Insbesondere richtet sich die Veranstaltung an Menschen mit Unterstützungsbedarf, die nicht in einer WfbM beschäftigt werden möchten, Angehörige, Vertreter von Schulen, Kostenträger, Arbeitgeberverbänden von den Integrationsfachdiensten.

Bereits zahlreiche positiver Erfahrungen

Der FBE betreut seit fünf Jahren Menschen mit geistigen oder Lern-Behinderungen oder psychischen Erkrankungen in den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Dabei kann der Dienst bereits zahlreiche positive Ergebnisse vorweisen. Ganz aktuell unterschrieb Sabrina Wulsch ihren Arbeitsvertrag im Solferino, nachdem sie zuvor mit dem FBE-Team die ambulante Qualifizierung in vier verschiedenen Betrieben durchlaufen hat – ein individuelles Trainingsprogramm, in dem der Bewerber bis zu 14 Tagen im Betrieb begleitet und dann weiter engmaschig betreut wird.

Die Arbeit des Fachdienstes steht unter dem Motto: „Erst platzieren, dann qualifizieren.“ Sobald die Finanzierung geklärt ist, legt der FBE los. „Wir suchen in Betrieben nach Nischen – etwa Arbeiten für die eine Fachkraft überqualifiziert ist, die unser Bewerber aber zuverlässig durchführen kann“, sagt Rump-Kahl. Das Arbeitsleben startet meistens mit einem Praktikumsplatz, der vom FBE gesucht wird. Der FBE hilft auch bei der Orientierung: Wo liegen meine Stärken? Welcher Job passt zu mir? Diese Fragen beantworten die Mitarbeiter mit ihren Kunden gemeinsam.

Sobald die passende Stelle gefunden ist, begleitet ein Jobcoach den FBE-Kunden zur neuen Stelle. „Wir arbeiten den Menschen mit Behinderung im neuen Job ein und bereiten auch die Mitarbeiter auf den neuen Kollegen vor“, so Nicole Arendt, Jobcoach im FBE. Der Arbeitgeber muss sich also selbst um die Einarbeitung gar nicht kümmern. Für Menschen mit einer Behinderung oder deren Eltern ist diese individuelle Eingliederung endlich eine Chance inklusiv arbeiten zu können, denn der FBE arbeitet ambulant. Für den Dienst stehen Finanzierungsmöglichkeiten über die entsprechen Kostenträger zur Verfügung.

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