Dorf- und Feuerwehrfest Othfresen: Feuer, Flamme und Finale

11. September 2019 von
Die Bierhelden des FC Othfresen löschen jeden Brand. Fotos: Annabell Pommerehne
Othfresen. Am vergangenen Sonntag gab es beim diesjährigen Dorf- und Feuerwehrfest den großen Festumzug als flammendes Finale. 19 Gruppen, vier Musikzüge und rund 40 Feuerwehren nahmen unter dem Motto "Feuer und Flamme" am Umzug teil und sorgten wieder einmal für Ausnahmestimmung in dem Dorf, das bekanntlich brennt und keine Grenzen kennt.

Der Ort, der brennt und keine Grenzen kennt

Wochenlange Vorbereitung, Geheimnisse, Gerüchte – man ist mit seiner Idee nie sicher, Spione lauern überall. Die Aufregung im Dorf wird immer spürbarer, je näher der große Festumzug rückt. Er ist der Höhepunkt des Othfresener Dorffestes und jede Gruppe möchte nicht nur eine gute Show abliefern, sondern auch gewinnen. Den Sieg gibt es in drei Kategorien zu holen. Eine Jury bewertet Vereinsgruppen, private Gruppen und Jugendgruppen in verschiedenen Aspekten wie Festwagen, Kostümen, Kreativität bei der Umsetzung des Mottos oder auch wer die Zuschauer während des Umzugs am besten unterhalten kann. Die Teilnehmer lassen sich jedes Jahr mehr einfallen, um bei Jury und Publikum zu punkten. Irgendeiner bringt immer etwas Neues und in diesem Jahr wohl Team Sixpack, das mit Feuerlampen, Nebelmaschine, Lichterketten, Partystrahlern, vier Flachbildschirmen, einer ferngesteuerten Eisenbahn und der lautesten Musikanlage den halben Media-Markt auf seinem Lkw installiert hatte.

Team Sixpack brennt für Othfresen – und Technik.

Von Hamstern und hinter’m Berg

Neben den treuen Teilnehmern, die jedes Jahr dabei sind und zu denen auch die großartigen Musikzüge aus Sudmerberg, Langelsheim, Oelber und Gebhardshagen gehören, gab es in diesem Jahr eine Besonderheit. Da die Feuerwehr zum Feiern eingeladen hat, folgten rund 40 benachbarte und befreundete Feuerwehren aus verschiedenen Landkreisen dieser Einladung und marschierten herausgeputzt in Uniform beim Umzug mit – so wie es sich für Feuerwehrkameraden gehört. Die Outfits der Feuerwehr standen fest, aber die der teilnehmenden Gruppen natürlich nicht. Was in diesem Jahr wieder deutlich wurde, war, dass Othfresen vor allem zwei Dinge beschäftigen – der Hamster und das Schattenland. Vor einigen Jahren, als der Rewe-Markt im Ort geschlossen hat, wollten die Othfresener Hamstern, um nicht im Schattenland einkaufen zu müssen. Heute wollen die Othfresener den Hamster im Schattenland, damit sie bauen dürfen. Liebe Liebenburger, nehmt es mit Humor – Othfresen kann einfach nicht über seinen Schatten springen.

Die Kolpingfamilie jagt den Ghost-Hamster zwar schon, glaubt aber dennoch, dass das Neubaugebiet noch dauert. Beim Amt für Verzögerung wird wohl momentan auch der Eisbär diskutiert.

Neben den Othfresener „Dauerbrennern“, wurde das Motto „Feuer und Flamme“ von allen Teilnehmern in verschiedenster Weise berücksichtigt. Die Dorfperlen waren als heiße Biker Girls selbst das Feuer, manche löschten das Feuer, andere retteten vor dem Feuer oder waren einfach Feuer und Flamme für etwas. Bei den Vereinen konnten sich in diesem Jahr die Hamsterjäger der Kolpingfamilie durchsetzen. Sie belegten den ersten Platz vor der Gruppe des FC Othfresen, die passend zu ihrem Biertanz beim Kommersabend als Bierflaschen im Bierkasten jeden Brand löschen. Den dritten Platz in der Vereinswertung konnten die Siedler&Co ergattern, die nicht nur für Heimerode, sondern auch (für) Schnaps brannten. Die Wertung der privaten Gruppen entschieden die Guten Gene für sich. Obwohl sie genetisch wohl schon gut ausgerüstet sind, müssen sie sich noch rasieren – und auch das brennt. Die Guten Gene mitsamt einer überdimensional großen Frau in der Badewanne, den Venus-Modeln am Strand, jeder Menge Kaltwachsstreifen und Motorsensen konnten die Konkurrenz abrasieren. Den zweiten Platz der privaten Gruppen belegten die Feuerwehrfrauen, die selbstverständlich Feuer und Flamme für ihre heldenhaften Männer waren. Auf Platz drei konnten sich die No Names platzieren, die sogar behaupten, dass der Hamster aus dem Schattenland kommt und Feuer und Flamme für das Partyland ist. Die Jugendwertung gewinnt die Kita, vor den Konfirmanden und der Grundschule, die alle liebevoll bewiesen haben, dass auch sie für etwas brennen.

Sanfte und unsanfte Enthaarung gibt es bei den Guten Genen.

Danke Feuerwehr!

Die Freiwillige Feuerwehr hat zu ihrem 125. Jubiläum dafür gesorgt, dass Organisatoren, Teilnehmer, Zuschauer und hoffentlich auch unsere Leser Feuer und Flamme für das Dorffest in Othfresen waren und sind. Weitere Highlights vom feurigen Finale findet Ihr in unserer Bildergalerie. 

Hut ab, Feuerwehr Othfresen!

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