CoWorkLand in Dorstadt: „Arbeiten, wo andere Urlaub machen“

29. Mai 2019
Hinten: Frederik Künne, Isa von Löbbecke, Henning Plumeyer, Konstantin von Löbbecke und Falk Hensel. Vorne: Peter Wiebe, Lasse Kroll, Bruno Polzin und Marc Lohmann (jeweils v. li.). Fotos: Peter G. Matzuga
Dorstadt. In der Zeit vom 15. bis 23. Mai war der Stand von „CoWorkLand“ auf dem Rittergut Dorstadt zu Gast. Unter dem Motto "Arbeiten, wo andere Urlaub machen" wurde das sogenannte „Coworking“ vorgestellt. Das berichtet die Gemeinde Dorstadt.

Am 17. Mai wurde dieses Projekt in einer kurzen Präsentation vorgestellt. Verantwortliche der Initiative „CoWorkLand“ berichteten von den Intentionen und den Zielen des Projektes, welches im letzten Jahr von der Heinrich Böll-Stiftung in Schleswig-Holstein initiativ gegründet wurde, und dort in einer „Überland“-Tour erfolgreich gestartet ist. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages) sowie dem Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert.

Auch Bürgermeister Bruno Polzin begrüßte dieses Projekt und bedankte sich bei der Familie von Löbbecke, die es ermöglichte, dass dieser Stand auf dem Rittergut aufgebaut werden konnte. Auch der Samtgemeinde-Bürgermeister Marc Lohmann, der den Stand am Bahnhofsvorplatz besuchte, erklärte, dass dieses Projekt gerade im ländlichen Bereich neue Chancen und Möglichkeiten für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer ermöglichen würde. Es wäre begrüßenswert, wenn sich hier neue Netzwerke entwickeln könnten, die sich auch dauerhaft integrieren lassen könnten.

Der „CoWorkLand“-Stand auf dem Rittergut Dorstadt.

Das Projekt wurde zuvor auf dem Bahnhofsvorplatz Wolfenbüttel, auf dem Campus Ostfalia/Am Exer und dem Rittergut Lucklum vorgestellt. Derzeit ist es noch bis 5. Juni in Hornburg und vom 8. bis 28. Juni an der Assewirtschaft Wittmar vor Ort sein.

Aber was ist „Coworking“ eigentlich?

Coworking ist heutzutage eine der gängigsten Arbeitsformen in der Stadt. Es macht das alltägliche Büroleben ein bisschen angenehmer, einfacher und vor allem kreativer. Aus verschiedensten Themenbereichen finden sich Arbeitnehmer und Selbstständige zusammen und teilen sich einen Arbeitsbereich. Eine Idee, die so klar erscheint, dass sie auch auf dem Land funktionieren muss.

So treffen Menschen für neue Projekte oder Geschäftsideen aufeinander, die sich in einzelnen abgeschotteten Büros nie gesehen hätten. Coworking ist also ein Nebeneinander- und Zusammenarbeiten auf flexibler und freiwilliger Basis, mit der Möglichkeit, voneinander zu profitieren. Der „Space“ ist dabei der gesamte Raum, in dem das Zusammenarbeiten stattfindet. Dieses reicht von großen Büroräumen über ganze Etagen in Lofts bis hin zu ehemalige Fabrikhallen. Wichtig ist, dass es offene Arbeitsbereiche gibt, die die Kommunikation untereinander anregen. Neben den Büros gibt es zudem häufig Flächen für das Miteinander, wie offene Küchen- oder Loungebereiche sowie Seminar- und Besprechungsräume. Ein echter „Space“ bietet zudem auch ein zielgruppenspezifisches Programm an.

Der potentielle Arbeitsplatz („WorkSpace“).

Das Ziel der Genossenschaft ist es, ihre Mitglieder bei der Gründung und im Betrieb von Coworking-Spaces auf allen Ebenen zu unterstützen und ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, an möglichst vielen Orten im ländlichen Raum ortsunabhängig zu arbeiten. Sie will ihre Mitglieder untereinander vernetzen, sodass ein breiter und stetiger Erfahrungsaustausch entsteht, von dem alle profitieren. Sie qualifiziert und berät, unterstützt durch überregionales Marketing sowie eine Buchungs- und Abrechnungsplattform. Dabei steht eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Unternehmensführung im Vordergrund. 

Der mobile CoWorkLand-Space ist ein Ensemble aus mehreren mobilen, auf ausgebauten Fracht- und Umzugscontainern basierenden Einzelelementen. 
So sind sie je nach Standortbedingungen variabel einsetzbar und erlauben es auch, zwei Standorte parallel zu bespielen.

Der CoWorkLand-Arbeitsraum mit Terrasse bietet innen sechs bis acht und auf der Terrasse weitere vier Arbeitsplätze. Er wurde speziell für den mobilen Einsatz vom CoWorkLand-Team und den Partnern von Habitat Wechselbrücken konzipiert. Je nach Standort stehen weitere Arbeitsplätze im Außenbereich oder in anliegenden Gebäuden (z.B. Scheune) zur Verfügung.

Weniger Pendeln, mehr Freizeit

Ein solcher Arbeitsplatz hat diverse Vorteile. „Die Interessenten müssen weniger pendeln und haben mehr Freizeit. Man könne auch besser Beruf und Familie miteinander vereinbaren. Im Coworking-Space gibt es im Vergleich zum konventionellen „Homeoffice“ nette Kollegen und inspirierende Gespräche.“ 

Der Betreuer Peter Wiebe erläuterte weiter: Dann kann man wie folgt „im mobilen Büro“ starten: Sieben Arbeitsplätze drinnen, einer auf der Terrasse. Die User müssen nur die Laptops und Arbeitsmaterialien selber mitbringen. Eine Kaffeemaschine ist vorhanden, und dieser ist zum Selbstkostenpreis erschwinglich. Und schon kann man tatkräftig und erfolgreich loslegen

Für den ländlichen Bereich ist das eine ganz besondere Chance, die man sicherlich gut implementieren kann, und die neue Möglichkeiten eröffnen kann.

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