Claudia Roth besucht Gymnasium im Schloss

13. Juni 2016 von
Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, gratulierte dem Gymnasium im Schloss zum 150-jährigen Jubiläum. Fotos: Jan Borner

Wolfenbüttel. Das Gymnasium im Schloss feiert Geburtstag. Am 15. Mai wurde die Schule 150 Jahre alt. Im Rahmen eines Festvortrages im Theatersaal des Schlosses gratulierte am heutigen Montag auch die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, die passenderweise ebenfalls am 15. Mai Geburtstag hat.

Am 15. Mai 1866 haben Anna Vorwerk und Henriette Breymann mit der Gründung ihrer zunächst privat getragenen Mädchenschule im Wolfenbütteler Schloss eine Grundlage für die Verbesserung der Ausbildungssituation von Frauen gelegt. Wie der Verein „Kulturstadt Wolfenbüttel“ erklärt, entwickelte sich daraus schließlich ein Ausbildungssystem, das von der frühkindlichen Bildung über die höhere schulische Ausbildung bis hin zu Seminaren für angehende Lehrerinnen reichte und zu den fortschrittlichsten im deutschen Kaiserreich zählte. Um dieser Einrichtung, aus der mittlerweile das Gymnasium im Schloss geworden ist, zu ihrem Jubiläum zu gratulieren, besuchte am heutigen Montag Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, die Lessingstadt.

Grußwort der Schulleiterin

„Ich habe gehört, Sie sind gerne zur Schule gegangen“, sagte Schulleiterin Ulrike Schade in ihrem einleitenden Grußwort mit Blick auf den Gast aus Berlin. „Ich möchte Sie jetzt überzeugen, dass Sie auch gerne auf unserer Schule gegangen wären.“ Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte ihrer Schule, gab Ulrike Schade deshalb einen kleinen Überblick darüber, was das Gymnasium im Schloss alles zu bieten hat.

Ulrike Schade, Schulleiterin Gymnasium im Schloss, Foto: Jan Borner

Ulrike Schade, Schulleiterin Gymnasium im Schloss.

„Ein verdammt guter Grund zu feiern“

„150 Jahre Schule im Schloss sind ein verdammt guter Grund zu feiern und stolz zu sein auf eine wirklich wahre Vorreiterrolle“, betonte Claudia Roth in ihrer Festrede. „Oft begreift man den Wert von Werten und die Kraft von Rechten aber erst in der direkten Begegnung mit Entrechteten. Deswegen möchte ich Ihnen gerne ein paar bewegende Erfahrungen schildern“, so die Bundespolitikerin. Sie erzählte von Frauen, die sie in Afghanistan getroffen hat und die unter der Taliban-Herrschaft alles riskierten, um Mädchen Lesen und Schreiben beizubringen. Sie erzählte von Kindern in Pakistan, die in Kohle-Schächten arbeiten mussten. Sie erzählte von einem jungen Mann aus dem Kongo, der eine Vergangenheit als Kindersoldat hinter sich hatte und nun dafür kämpft, Kinder mit der gleichen Vergangenheit ins Leben zurück zu bringen. Und sie erzählte von Kindern in einem Flüchtlingscamp in Jordanien, die sich die Schule und den Alltag zurückwünschen. Claudia Roth betonte deshalb, welches Privileg eine gute Schule ist. „Eine gute Schule, die hilft mir Diskursfähigkeit zu erwerben, in Dialog zu gehen, mutig meine Meinung zu vertreten, auch Kompromisse zu finden.“

Claudia Roth, Foto: Jan Borner

Claudia Roth bei ihrer Festrede.

Einer der Startblöcke der Frauenemanzipation

„Wir können heute mit Stolz sagen, dass wir hier heute zusammen an einem der Startblöcke der Frauenemanzipation in Deutschland stehen. Ein dickes, dickes Dankeschön dafür, liebe Anna und Henriette“, sagte die Politikerin und betonte dabei auch, dass es nicht nur um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, sondern um die Gleichberechtigung aller Menschen gehe: „Was Sie, was wir heute feiern, das sind 150-Jahre Erziehung zu Vielfalt und zum friedlichen Zusammenleben“ – Claudia Roth schloss deshalb passend mit der Botschaft von Lessings Ring-Parabel und betonte, dass die Lehre Lessings bei den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums im Schloss gut aufgehoben sei.

Ulrike SChade überreichte zum SChloss noch ein kleines Geschenk, über das sich Claudia Roth sichtlich freute, Foto: Jan Borner

Ulrike Schade überreichte zum Schluss noch ein kleines Geschenk, über das sich Claudia Roth sichtlich freute.

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