CGLS stellt Wirtschaftsgymnasium mit kommendem Schuljahr ein

12. Februar 2019 von
Im kommenden Schuljahr wird es keinen neuen Jahrgang im Wirtschaftsgymnasium geben. Foto: Archiv
Wolfenbüttel. Immer weiter fallende Schülerzahlen zwingen die CGLS in Wolfenbüttel den Bereich des Wirtschaftsgymnasiums vorerst zu schließen. Die Fachoberschule Wirtschaft, in der die Fachhochschulreife erlangt werden kann, bleibt jedoch bestehen. Dies berichtet Stefan Ullrich-Kleiner StD, Ständige Vertretung der Schulleitung, auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die Einstellung oder das Auslaufen des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft sei notwendig geworden, da es immer weniger Schüler in diesem Bereich gebe. Für die Wahlmöglichkeiten, die den Schülern geboten werden müssten, würde eine größere Anzahl von Schülern notwendig sein. Obwohl es bisher schulintern stets geschafft wurde die erforderlichen Lehrerstunden zu generieren, steige der Druck auf die Schule von Jahr zu Jahr. Hier wäre eine Zweizügigkeit mit zirka 45 Schülern notwendig, welche jedoch schon seit Jahren nicht mehr konstant vorliege. Auch der Konkurrenzdruck zu den drei Wolfenbütteler Gymnasien sowie zu den Oberstufen der beiden IGS des Landkreises innerhalb der Stadt Wolfenbüttel macht sich bemerkbar. Zudem komme die Nähe zur Stadt Braunschweig und ihrem Angebot des Beruflichen Gymnasiums. Dies alles mache es für die CGLS schwierig mitzuhalten.

Lehrer werden in anderen Bildungsgängen eingesetzt

Im Schuljahr 2019/2020 werde es lediglich die Klassen 12 und 13 geben, jedoch werde kein neuer elfter Jahrgang mehr an die Schule kommen. Dies bedeutet, dass 2020/2021 vorerst letztmalig das Abitur absolviert werden wird.

Die betroffenen Lehrkräfte, die nun aus dem Wirtschaftsgymnasium abgezogen werden müssten, würden in anderen Bildungsgängen und Schulformen an der CGLS eingesetzt werden können. Zudem sei ein Schulversuch für das kommende Schuljahr bereits in der Beantragung und liege derzeit zur Prüfung in der Landesschulbehörde und im Ministerium. Im Kreisschulausschuss wurde außerdem ein positives Signal zur Einführung einer Fachoberschule Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik gegeben. Hierüber werde der Kreistag am 4. März entscheiden. Mit diesen beiden potentiellen neuen Bildungsangeboten sowie den bestehenden Angeboten würden die Lehrkräfte gut versorgt werden.

Rückkehr nicht ausgeschlossen

„Es ist schade dieses Angebot nicht mehr vorhalten zu können. Zum Einen stellte die CGLS die Durchlässigkeit des Deutschen Bildungssystems vom BVJ bis zum Abitur dar und andererseits haben die Absolventen des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft mit den Fächern wie Volks-und Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen durchaus einen Vorsprung beim Studium im Bereich Wirtschaft“, so Ullrich-Kleiner.

Die Änderungen würden sich ausschließlich auf den Zweig „Berufliches Gymnasium – Wirtschaft“ beziehen, bei welchem die Allgemeine Hochschulreife erlangt werden könne. Der Zweig der  „Fachoberschule Wirtschaft“, die zur Fachhochschulreife führe, bliebe nach wie vor erhalten.

Trotz allem ist es der Schule innerhalb von zehn Jahren möglich bei neuem Interesse und vor allem den notwendigen Schülerzahlen das Berufliche Gymnasium Wirtschaft wieder zu starten. Hier bedarf es keines formalen Beschlusses des Schulträgers.

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