Behälter mit Biogefahrenstoff löst Großalarm aus

9. Juli 2019 von
Spezialkräfte planen das Vorgehen mit dem Gefahrenstoff. Deutliche Ansage: "Das ist keine Übung!" Foto: Werner Heise
Fümmelse. Die Feuerwehr Wolfenbüttel wurde gegen 16:30 Uhr zu einem Gefahrguteinsatz auf der K69 alarmiert. Auch aus Heiningen und Börßum rücken Kräfte an. Im Straßengraben wurde ein Behälter mit der Gefahrgutkennzeichnung "Infektiöse Substanz" aufgefunden. Der Gefahrgutzug West von der Feuerwehr des Kreises Wolfenbüttel ist bereits auf dem Weg - die Straße ist bis auf Weiteres gesperrt.

Ein Spaziergänger, der an der Kreisstraße seinen Hund ausführte, hatte einen aufgeplatzten Müllsack im Straßengraben entdeckt. Nach genauerem Hinsehen war im Müllsack ein 20 Liter umfassender Eimer mit der Gefahrgutkennzeichnung „Infektiöse Substanz“ zu erkennen. Der Spaziergänger alarmierte daraufhin umgehend die Feuerwehr. Nachdem sich die Lage vor Ort für die Feuerwehr bestätigt hatte, wurden Einheiten aus dem gesamten Landkreis Wolfenbüttel zusammengezogen. Unter anderem eine Dekontaminierungseinheit und eine Messeinheit, welche nun Luft und Umgebung auf potenziell gefährliche Substanzen prüft. Auch Vertreter verschiedener Umweltbehörden sind nun auf dem Weg zur Einsatzstelle. Die Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel übernimmt die Verpflegung der Einsatzkräfte vor Ort. 

Zum Vorgehen bei dieser Schadenslage gehört es, dass nicht alle alarmierten Kräfte direkt die Einsatzstelle anfahren. Die Einheiten begeben sich in unterschiedliche, sogenannte Bereitstellungsräume und warten dort auf weitere Anweisungen. Hierdurch kann es in der näheren Umgebung zu unerklärlichen Ansammlungen von Feuerwehrwehrfahrzeugen kommen – dies sei aber laut Feuerwehr kein Grund zur Beunruhigung und gehöre zum Standardvorgehen. 

Anwohner sind nicht gefährdet

Der Inhalt des Eimers wird durch eine Spezialeinheit der Feuerwehr festgestellt. Ob sich in diesem Behältnis Stoffe und dabei eventuell tatsächlich gefährliche Stoffe befinden, kann
aktuell nicht gesagt werden. Da sich der Fundort weit außerhalb einer Wohnbebauung befindet, sei eine Gefährdung von Anwohnern jedoch ausgeschlossen. 

Aktualisiert: 21:00 Uhr

Der noch unbekannte Stoff konnte durch einen mit Chemikalienschutzanzug ausgerüsteten Trupp geborgen und an das Schadstoffmobil der Abfallwirtschaft des Landkreises Wolfenbüttel übergeben werden. Die K69 bleibt aufgrund von Aufräumarbeiten weiterhin gesperrt, wie die Stadtfeuerwehr Wolfenbüttel berichtet. 

 

 

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