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Bau-Mindestlohn steigt auf 14,95 Euro

9. März 2018
Bauarbeiter bekommen ab sofort einen höheren Mindestlohn. Foto: IG BAU
Wolfenbüttel. Neue Lohn-Untergrenze auf dem Bau: Für die 800 Bauarbeiter aus dem Landkreis Wolfenbüttel gilt ab sofort ein höherer Mindestlohn. Gelernte Maurer, Zimmerer und Co. müssen nun mindestens 14,95 Euro pro Stunde bekommen. Damit stehen am Monatsende 43 Euro mehr auf dem Lohnzettel. Darauf hat die Industriegewerkschaft BAU hingewiesen.

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Gestiegen ist außerdem der Helfer-Mindestlohn auf dem Bau. Wer ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitet, hat nun Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,75 Euro. „Die Beschäftigten sollten jedoch genau prüfen, welche Bezahlung ihnen zusteht“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Karl-Heinz Ehrenberg. „Oft versuchen Betriebe, Facharbeiter mit dem Helfer-Lohn abzuspeisen. Doch das ist illegal.“

Die IG BAU Braunschweig-Goslar spricht von einem „wichtigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region. „Der Bau brummt. Die Geschäfte laufen so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Deshalb müssen die Bauarbeiter jetzt noch einmal zusätzlich etwas von den steigenden Umsätzen abbekommen“, sagt Ehrenberg. „Wir stecken bereits mitten in einer neuen Tarifrunde. Hier fordern wir von den Arbeitsgebern ein Lohn-Plus von sechs Prozent. Außerdem muss die Wegezeit als Arbeitszeit anerkannt und entlohnt werden“, so der Gewerkschafter.

Entscheidend für die fair bezahlte Arbeit auf dem Bau sei aber ohnehin nicht der Mindest-, sondern der Tariflohn. Der liegt zurzeit bei 19,51 Euro. Bei der laufenden Tarifrunde setzt sich die IG BAU für ein deutliches Lohn-Plus ein.

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