Barbara Otte-Kinast erläutert Ziele von neuer Ackerbaustrategie

20. Mai 2019
Ein "Weiter so!" werde es nicht geben. Symbolfoto: Alexander Panknin
Braunschweig. Niedersachsen bekommt eine eigene Ackerbaustrategie. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erläuterte am Montag vor rund 100 Gästen die Ziele dieser neuen Strategie. Dies berichtet das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einer Pressemitteilung.

„Wir wollen gemeinsam an Lösungen arbeiten, die einen vielfältigen, wirtschaftlich und ökologisch effektiven Ackerbau ermöglichen, der von der Gesellschaft akzeptiert wird.“ Als Gründe habe sie die Wetterextreme der vergangenen Jahre, aber auch die Kritik am Pflanzenschutz genannt. Das Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ habe gezeigt, wie sensibel die Bevölkerung bei Umweltfragen reagiert. „Ein Weiter so wird es nicht geben. Wir wollen deshalb mit der Praxis für die Praxis eine Ackerbaustrategie erarbeiten“, machte Otte-Kinast deutlich. Es sei ihr wichtig, viele Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, von Verbänden und Marktpartnern zusammenzubringen. Ausdrücklich habe sie darauf hingewiesen, dass die Zukunftsfragen vom konventionellen und ökologischen Ackerbau gemeinsam erörtert werden.

Arbeitsgruppen gegründet

Während der Veranstaltung im Forum des Thünen-Instituts in Braunschweig habe Prof. Werner Wahmhoff, ehemaliger stellvertretender Generalsekretär bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, einen Impulsvortrag zum „Pflanzenbau zwischen Fortschritt, Ökologie und Markt“ gehalten. Dr. Peter Oswald vom Bundeslandwirtschaftsministerium habe die Ackerbaustrategie des Bundes erklärt.

Abschließend wären fünf Arbeitsgruppen vorgestellt worden. Sie hätten die Schwerpunkte Acker- und Pflanzenbau sowie Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutz, Umwelt, Ressourcen, Biodiversität, Gesellschaft, Akzeptanz, ländlicher Raum und Ökonomie und Markt beinhaltet. In den Arbeitsgruppen solle die Zukunft des Ackerbaus breit diskutiert werden. Die Federführung liege beim Ministerium in Hannover.

Dabei gehe es unter anderem um die Fragen welche Marktfrüchte künftig für eine angemessene Versorgung der Bevölkerung gebraucht werden, wie Pflanzen bei Reduktion oder Verzicht von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln vor Schadorganismen geschützt werden können, wie die Fruchtbarkeit des Bodens gestärkt werden könne, welche Beregnungsbedarf der Ackerbau aufgrund des Klimawandels habe und wie die gesellschaftliche Akzeptanz des Ackerbaus erhöht werden könne.

Ergebnisse werden 2020 zusammengetragen

Nach der Auftaktveranstaltung würden im Laufe des Jahres weitere Gruppensitzungen erfolgen. Anfang 2020 sollen die Ergebnisse zusammengetragen werden und in eine niedersächsische Strategie münden. Um die Öffentlichkeit auf die Ackerbaustrategie aufmerksam zu machen, werde Ministerin Barbara Otte-Kinast unter anderem zur „Tour de Flur“ einladen. Während einer Radtour würden die Teilnehmer Wissenswertes über den Ackerbau erfahren. Die erste Tour sei für Sonntag, den 16. Juni, im Raum Braunschweig geplant. Ein weiterer Termin sei am 25. August im Raum Verden geplant. Einzelheiten und weitere Veranstaltungsorte werden noch bekannt gegeben.

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