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Appell an Bürger: „Nur organische Abfälle gehören in Bio-Tonne“

29. April 2016 von
Plastiktüten, Gummibänder- und Handschuhe, Plastiktüten sowie farbig bedruckte Prospekte gehören nicht in die Bioabfalltonne. Foto: ALW

Wolfenbüttel. Da es in der Vergangenheit öfter zu falschem Bio-Recycling im Landkreis Wolfenbüttel gekommen ist, richtet sich die Kreisverwaltung nun an die Bürger. 


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Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Wolfenbüttel (ALW) setzt seit Jahren auf eine umweltfreundliche Abfallwirtschaft. Dabei geht es um eine hochwertige und weitgehende Verwertung von Abfällen mit dem Ziel der Nachhaltigkeit. Dies werde nur erreicht, wenn Abfälle konsequent getrennt, im Zuge von Recycling vorbehandelt oder energetisch weiter behandelt würden, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Doch seit einiger Zeit stelle der ALW fest, dass der Fremdstoffanteil im Bioabfall der grünen Tonnen zunehme. „Die Botschaft an die Bürger lautet daher: Eine saubere Abfalltrennung ist die wichtigste Voraussetzung für die Erzeugung eines Qualitätskompostes! In die Bioabfallbehälter gehören Bioabfälle aus Haushalt und Küche sowie Garten- und Parkabfälle“.

Kosten für Entsorgung steigen

Der Abfallwirtschaftsbetrieb nennt ein Beispiel: „Bei einem Fremdstoffanteil von 5 Prozent müssen 99 Prozent dieser Fremdstoffe (Nicht-Bioabfall) abgetrennt werden, um die vorgegebenen Grenzwerte noch einhalten zu können. Im Behandlungsprozess muss die Abfallmenge immer feinmaschiger gesiebt werden, um Fremdstoffe auszusondern. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Kunststoffabfälle, (auch wenn sie als biologisch abbaubar ausgewiesen sind), Inhalte von Staubsaugerbeuteln, Hygieneartikel, Windeln, rohes Fleisch und Knochen, Medikamente, Textilien und Leder wie auch Zigarettenreste“. Diese aussortierten Fehlmengen seien dafür verantwortlich, dass die Menge der zu entsorgenden Nicht-Bioabfälle deutlich steigt. Im Ergebnis wird es immer aufwändiger, gütegesicherte Kompostprodukte herzustellen. Gleichzeitig steigen die Kosten für die Entsorgung der Fremdstoffe.

Der Hausmüll besteht zu einem hohen Anteil aus organischen Abfällen. Vor etlichen Jahren hat der ALW die Bioabfalltonnen (grüne Tonnen) eingeführt, die in den Sommermonaten wöchentlich, im Winter im Zweiwochen-Rhythmus geleert werden. Mit der Getrenntsammlung und der anschließenden Kompostierung folgt der ALW der gesetzlichen Verpflichtung, wonach Bioabfälle vorrangig zu verwerten sind. Der so gewonnene, hochwertige Kompost lässt sich als natürlicher Dünger und zur Bodenverbesserung verwenden.

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