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450.000 Euro für beleuchtete Laufstrecken?

30. November 2017 von
Laufstrecken durch die Stadt sollen beleuchtet werden. Symbolfoto: Pixabay
Wolfenbüttel. Im Sportausschuss am Montag informierte die Verwaltung über die Möglichkeiten des Ausbaus der Wegbeleuchtung auf bislang nichtbeleuchteten Teilstrecken im Rahmen des Sportwegekonzeptes. Die Investitionskosten für alle vier Teilbereiche würden sich auf etwa 450.000 Euro summieren und überschlägige Folgekosten auf zirka 30.000 Euro jährlich.

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FDP-Ratsherr Rudolf Ordon hält nichts von den Plänen. So viel Geld für eine unbekannte Anzahl Läufer auszugeben, nur um das Laufen für sie bequemer zu machen, lehne er ab. „Man kann auch dort laufen, wo Licht ist und geräumt wurde“, so Ordon. Winfried Pink (CDU) plädierte dafür, das Projekt in Etappen anzugehen. „Momentan fällt uns das Geld geradezu aus der Hosentasche“, so seine Mahnung angesichts mehrerer beschlossener Ausgaben.

„Laufstrecke von vielen gewünscht“

Bürgermitglied Bernd Clodius erinnerte daran, dass die Beleuchtung eine logische Folge des unter Bürgerbeteiligung entstandenen Sportentwicklungskonzeptes und von vielen gewünscht sei. Andere Ausschussmitglieder wie Dr. Manfred Wolfrum (AfD) betonten den Sicherheitsaspekt. Sicherheit und Sicherheitsgefühl würden durch mehr Licht erhöht. Katrin Herrmann (SPD) brachte einen weiteren Aspekt ins Spiel. Mit einer gut ausgebauten, beleuchteten Laufstrecke könnte Wolfenbüttel auch als Austragungsort für Wettbewerbe wie 24-Stundenläufe in Frage kommen.

Ausschutzvorsitzender Jan Schröder (SPD) erinnerte daran, dass bislang noch gar nichts Konkretes zum Beschluss stehe und dass sich alle Fraktionen noch mit Änderungsanträgen einbringen könnten. Im Beschlussvorschlag heißt es: „Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang ein Ausbau der Wegebeleuchtung von bisher nicht beleuchteten Teilstrecken im Rahmen des in der Begründung dargestellten Sportwegekonzepts erfolgt, wird durch die Gremien in den Beratungen zum Doppelhaushalt 2018/19 entschieden.“

Finanzielle Mittel zurückgestellt

Verwaltungsseitig seien bei der Haushaltsplanung 2017 finanzielle Mittel zur Umsetzung von Maßnahmen des Sportentwicklungskonzepts berücksichtigt worden und stünden unter Inanspruchnahme vorhandener Haushaltsausgabereste aus Vorjahren (Investitionshaushalt) für eine Verwendung zur Umsetzung der ersten beleuchteten Teilstrecke analog des Sportwegekonzepts in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Das ist geplant:

Die Stadtgrabenrunde bildet den zentralen Kern der Innerstädtischen Sportroute. Ziel des Sportwegekonzeptes ist es, dass ein attraktiver Rundkurs durch die Innenstadt Wolfenbüttels gelegt wird, der öffentlich nutzbare Sporträume auf bereits vorhandenen und befestigten städtischen Wegen mit unterschiedlichen Belagsarten verbindet. So können Synergien für eine sportliche Nutzung geschaffen werden, indem Ausdauersport wie Laufen, Walken, Gehen und Rollen mit Stabilisations-, Kraft- und Funktionstraining sowie Schwimmsport gekoppelt und nach persönlichen Bedarfen kombiniert werden kann. Die dafür geeigneten Sporträume sind der Generationenpark, der Jugendplatz mit Parkouranlage, das Stadtbad Okeraue und die beiden Sportanlagen an der Halberstädter Straße und die (nach der Sanierung öffentlich nutzbare) Sportanlage Meesche.

Ein Großteil der vorgestellten Streckenführung ist bereits mit entsprechender Gehwegebeleuchtung ausgestattet. In den folgenden aufgeführten Bereichen wäre diese für einen vollständigen Lückenschluss zu ergänzen:

  • Rund um den Stadtgraben zirka 1.300 Meter
  • Generationenpark zirka 500 Meter
  • Seeligerpark zirka 400 Meter
  • Okerwanderweg parallel der Drei-Linden-Siedlung zirka 900 Meter

Der etwa 1,25 Kilometer lange Rundweg bietet sich durch seine verkehrstechnisch zentrale Lage mit verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten an, um hier eine durchgängige Beleuchtung zu installieren. Es stehen öffentliche Parkplätze im Bereich des Schwimmbades, an der Langen Straße, am Harztorplatz, am Landeshuter Platz und in der dortigen Parkpalette sowie am Teichgarten zur Verfügung. Öffentliche Sanitäranlagen sind an der Wallstraße (Strandwolf) vorhanden.

Kopplung von Sportarten

Eine Kopplung der Sportarten „Laufen/Walken“ und „Schwimmen“ (Platz 3 der beliebtesten Sportarten) ist durch die räumliche Nähe zum neuen Stadtbad Okeraue gut zu realisieren. Das angrenzende Areal an der Langen Straße, das einen öffentlichen Skaterplatz und mit dem zweiten Jugendplatz weitere Sportflächen (Parkours, Multifunktionsfeld für Basketball und Fußball) bietet, wird somit unter Einbeziehung der Laufstrecke um den Stadtgraben zu einem in das Stadtbild integrierten „Sportpark“ ergänzt, der sich im nördlichen Bereich durch die OutdoorFitness-Geräte im Generationenpark bis zur Straße Am Herzogtore erstreckt.

Dadurch empfiehlt es sich – im Falle einer entsprechenden Beschlussfassung – in einem zweiten Schritt anschließend den zirka 500 Meter langen Bereich im Generationenpark zwischen der Marktstraße und Am Herzogtor zu beleuchten. Somit wäre eine, an die Okerumflutung Wolfenbüttels angelehnte, gut fünf Kilometer lange zentrale, innerstädtische Route entstanden, die vorhandene Sporträume mit innerstädtischen Grünanlagen verbindet.

In einem dritten und vierten Schritt könnte die Beleuchtungsergänzung im Seeligerpark – auch aus touristischen Aspekten – sowie die Einbindung der Sportanlage an der Halberstädter Straße durch die Verknüpfung über den Okerwanderweg als Endausbaustufe erfolgen. 

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