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Wichtiger Impuls zum Klimaschutz kommt aus Wolfenbüttel

23. November 2017
Matthias Roßberg erklärt, wie sich Bäume aus der Luft planzen lassen. Die Säulen-Eibe (links) wurde vor einem Jahr aus 15 Metern Höhe abgeworfen. Foto: Regio-Press
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Wolfenbüttel. Die Weltklimakonferenz in Bonn haben die Wolfenbütteler Gartenbauunternehmer Matthias Roßberg und Sebastian Glatter, beide Geschäftsinhaber von Roßberg Gartenbau, zum Anlass genommen, einem kleinen Kreis von Fachleuten wie dem Innovations- und Umweltbeauftragen der IHK eine selbst entwickelte innovative Baumpflanzungsmethode vorzustellen.

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Wie Regio-Press mitteilt, handelt es sich hierbei um eine Studie. Am Büro der Firma am Neuen Weg steht der erste erfolgreiche Baum, der aus der Luft gepflanzt wurde. Dieses geschah im letzten Jahr als Aktionstag zum Klimagipfel am 18. November 2016 in Beisein von vielen Interessenten. Diese Methode könnte eine Antwort auf einige Folgen des Klima-Wandels sein.

Pflanzung aus der Luft

Vor genau einem Jahr haben die Unternehmer eine Säulen-Eibe von einem Hubsteiger aus rund 15 Metern Höhe abgeworfen und so in einem Beet eingepflanzt. Der etwa sechs Jahre alte Baum war in einem Flug-Projektil verankert, das sich bei der Landung in den Boden bohrte. Unten offen und mit Nährstoffen bestückt garantiert es, dass der Baum Wurzeln schlägt und wachsen kann. Das Projektil ist dabei aus natürlichem Material und verrottet über viele Jahre im Erdreich. „Wir wollten einfach Ideen entwickeln und unser gärtnerisches und technisches Wissen nutzen, um Lösungen für den Klimawandel zu entwickeln“, erzählt Roßberg.

Die Flug-Pflanzung eigne sich für unterschiedliche Szenarien – etwa in Permafrost-Gebieten, wo Steilhänge aufgrund der Erwärmung abzurutschen drohen. Diese sind zudem oftmals schwer zu erreichen, fehlende Infrastruktur etc.. „Saatgut hilft dort nicht weiter. Es dauert einfach zu lange“, so Roßberg. Dabei sei jeder bepflanzte Quadratmeter entscheidend.

Weitere Szenarien denkbar

Die Methode „Bäume pflanzen aus der Luft“ kann funktionieren, stellen die Unternehmer fest. Die Säulen-Eibe steht und wächst. Derzeit ist sie etwa einen halben Meter hoch. „Ein größerer Wachstumsschub kommt erst zwei Jahre nach der Einpflanzung“, erklärt Roßberg. Die Methode lasse sich für viele weitere Szenarien nutzen – etwa nach einer Brandrodung oder bei mineralstoffarmen Böden. Es eignen sich auch viele verschiedene Baum-Sorten für die Flug-Bepflanzung. „Hartholz allerdings nicht – es würde nach der Landung brechen“, so Roßberg.

Wärmewände fürs Büro

Mit ihrer langjährigen Erfahrung setzt die Firma Roßberg Garten-, Landschafts- und Umweltbau auch auf einem anderen Gebiet auf neue Lösungen. „Wir nutzen Solartechnik aus dem Garten fürs Büro“, sagt Roßberg. Die Firma hält ein Patent auf sogenannte Wärmewände. Drei davon sind unter anderem im Außenbereich des Firmensitzes montiert und decken den Lauf der Sonne ab. Die dort entstehende Wärme-Energie wird genutzt, um die unmittelbare Luft zu erwärmen und ins Gebäude zu leiten. „So erzeugen wir Energie direkt dort, wo sie gebraucht wird. Das ist äußerst effektiv“, berichtet Roßberg. Grundsätzlich setzten die beiden Unternehmer zudem stets auf Methoden, die ökologische Vorteile bringen. So kommen beispielsweise bevorzugt Pflanzen in den Boden, die heimische Insekten und Vögel ernähren.

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