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WAAG: „Auch Vorzeitige Rückholung des ASSE-Mülls nicht akzeptabel – 2024 statt 2033 wäre möglich“

11. Mai 2013
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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat nach einer Meldung der Online-Zeitung WolfenbüttelHeute.de einen neuen Bericht zum Rahmenbetriebsplan für die Bergung des radioaktiven und chemotoxischen Mülls aus der Schachtanlage Asse II vorgelegt. Mit der Bergung soll demnach nicht 2036, sondern 2033 begonnen werden.


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Die neue Zeitplanung gehe davon aus, dass so viel wie möglich parallel gearbeitet werden soll. Erkundungsbohrungen in den Kammern und der Bau eines Schachtes könnten zeitgleich durchgeführt werden. Auch bei weiteren Teilprojekten erhoffe sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen weiteren Zeitgewinn, heißt es in einer Meldung des  NDR.

Die Forderung nach Parallelisierung von Arbeiten wird von den Bürgerinitiativen schon seit Jahren erhoben, heißt es in einer Mitteilung.

Nach Meinung der Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) ist Schacht 5 der Dreh- und Angelpunkt für die Rückholung. Wenn dieser neue Schacht betriebsbereit ist, müssen auch die unterirdische Bergetechnik und die oberirdischen Anlagen zur Neukonditionierung des Atommülls zur Verfügung stehen, damit mit der Bergung begonnen werden kann. Dies könne – bei einer kalkulierten Bauzeit von zehn Jahren für den Schacht 5 – 2024 der Fall sein. Wenn das Bundesamt für Strahlenschutz einen fast doppelt so langen Zeitrahmen veranschlagt, ist das aus Sicht der WAAG nicht nachvollziehbar und keineswegs akzeptabel, heißt es weiter.

Sollte das BfS bei 2033 als Beginn der Rückholung bleiben, müsse es begründen, warum es nicht möglich sein soll, in zehn Jahren die Bergetechnik, Konditionierungsanlage und das Pufferlager bereitzustellen. Es reiche nicht, dass das BfS immer wieder betone, dass es die Rückholung wolle. Vielmehr sei es längst überfällig, eine Planung vorzulegen, die dem durch die Geologie der Asse bestehenden Zeitdruck gerecht werde, so die WAAG.


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