Von der Mutter verlassen: Otterbaby Esta bekommt Fläschchen

15. Juli 2017 von
Bald kann die Otterwaise Esta mit einem gleichaltrigen Artgenossen spielen. Fotos / Video: Sandra Zecchino
Hankensbüttel. Seit knapp einem Monat hat das verwaiste Otterbaby Esta im Otter-Zentrum ein neues Zuhause gefunden. Hier wird es nun mit der Flasche aufgezogen. Das Junge war vom Muttertier verlassen worden.

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Den Namen hat das Findelkind von seinem Fundort. In der Nähe des Flusses Este, westlich von Hamburg, entdeckte eine Frau das damals knapp 300 Gramm leichte Ottermädchen und informierte das Otter-Zentrum in Hankensbüttel. Zuvor hatte sich die Mutter über mehrere Stunden nicht mehr blicken lassen.

Pflege rund um die Uhr

Jetzt lebt Esta im Büro des Wildbiologen Hans-Heinrich Krüger und wird mit der Flasche aufgezogen. Knapp ein Kilogramm hat sie bereits zugenommen. Mittlerweile nimmt sie auch erste feste Nahrung zu sich.

In einer Woche geht es für das Otterbaby in sein eigenes Gehege mit Schwimmbecken. Dann bekommt es auch einen gleichaltrigen Artgenossen. So soll Esta sich an das Otterleben gewöhnen, damit sie im kommenden Frühling ausgewildert werden kann.

Otter sind keine Haustiere

Auch wenn Esta gerade an den Menschen gewöhnt ist, gehört ein Otter in die Natur. Wie Krüger erklärt, tritt nach einigen Wochen, wie bei vielen Wildtieren, eine sogenannte Verscheuung ein. Also auch Tiere, die von Hand aufgezogen werden, weichen dann instinktiv vor dem Menschen zurück.

Wer ein scheinbar verwaistes Tierjunges findet, sollte immer einige Zeit warten, ob das Muttertier nicht doch zurückkehrt. Falls das nicht der Fall ist, müsse das Junge warm gehalten werden. „Informieren Sie auf jeden Fall Fachleute und füttern Sie das Tier nicht”, erklärt Krüger das richtige Verhalten.

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