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Verantwortung übernehmen – über den eigenen Tellerrand hinaus

15. Dezember 2016
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Nachhaltigkeit ist eines der großen Stichworte unserer Zeit. Foto: pixabay
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Nachhaltigkeit ist eines der großen Stichworte unserer Zeit. Lebensmittel sollen nachhaltig erzeugt werden, der Fokus auf regionale und saisonale Produkte gilt als nachhaltig, Ressourcenschonung, transparente Handelsketten und vor allem sozialverträgliche Arbeitsbedingungen werden mit dem Begriff der Nachhaltigkeit verbunden. Nachhaltigkeit ist das, was in den Jahrzehnten davor der Umweltschutz war: ein Schlagwort, das sich alle gerne auf die Fahnen schreiben, ohne allzu viel damit zu verbinden.

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Nachhaltigkeit in Unternehmen

In Unternehmen kann ein Fokus auf Nachhaltigkeit sich dennoch kurz- und langfristig auszahlen. Nachhaltigkeit bedeutet, dass in allen Bereichen der Unternehmenskultur auf einen Wertschöpfungsprozess geachtet wird, der für alle Beteiligten einen Wert hat. Also auch für das Unternehmen selbst. Die ganz unterschiedlichen Maßnahmen, die zu einer nachhaltigen Unternehmensführung gehören, generieren daher auch ganz unterschiedliche Effekte: für das Unternehmen, für die Geschäftspartner und für die Endkunden und -kundinnen. Kurzfristige Effekte können finanzielle Einsparungen im Bereich von Strom- und Wasserkosten, Materialien und Transportkosten. Viele Unternehmen, wie die in Stuttgart ansässigen KAISER+KRAFT haben diesen Weg bereits eingeschlagen. Langfristig wirkt sich nachhaltiges Wirtschaften in einem Unternehmen auf die Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter/-innen aus, auf die Kundenbindung und die Effizienz und Vertrauenswürdigkeit von Zulieferketten. Die kurzfristigen Effekte gehen nicht verloren, sondern bestehen weiter.

Wie konkret sieht Nachhaltigkeit in Unternehmen aus?

Nachhaltig arbeitende Unternehmen beginnen im Kleinen: Es wird nur das ausgedruckt, was wirklich unbedingt auf Papier benötigt wird. Beim Kauf neuer Büroausrüstung ist darauf zu achten, woher die Waren kommen, wie und wo sie von wem gefertigt wurden und wie die Lieferketten beschaffen sind. Viele Hersteller und Büroausrüster legen inzwischen Wert auf Transparenz: Sowohl die Herstellung der einzelnen Komponenten von Elektronik und Möbeln als auch die Produktion und der Transport der Endprodukte sind nachvollziehbar.

Neben Einrichtung und Büromaterialien spielt auch die eigene Führung eine Rolle

Natürlich sind die Einrichtung und Ausrüstung mit Büromaterial nicht alles, was ein nachhaltiges Unternehmen auszeichnet. Es gehört mehr dazu. Der bewusste und sparsame Umgang mit Rohstoffen ist die eine Seite: Alles, was irgendwie verwertet werden kann, sollte auch verwertet werden oder an Unternehmen weitergereicht werden, die die Materialien wertschöpfend einsetzen können. Ein Beispiel aus dem holzverarbeitenden Gewerbe mag dies verdeutlichen: In Sägewerken fallen viele kleine und große Holzreste an. Sägemehl und kleine Schredder sind zu fast nichts zu gebrauchen, etwas größere Stücke können, wenn sie keine Verunreinigungen aufweisen, immerhin noch genutzt werden. Das Sägewerk hat mehrere Möglichkeiten: Es kann das reine Sägemehl aussortieren und an nahe landwirtschaftliche Betriebe als Einstreu abgeben. Es kann das ungereinigte Sägemehl an eine Verbrennungsanlage verkaufen, wo es zur Wärme- und Stromgewinnung genutzt wird oder verpresst die Holzreste zu Holzbriketts und bietet diese als Ersatz für Braunkohlebriketts im Privatgebrauch an. Die größeren Holzreste können an Endkunden weitergereicht werden, beispielsweise ortsansässige Künstler, Werkstätten, Kindertageseinrichtungen oder ähnliches. Dies ist nur ein Beispiel – in anderen Branchen ergeben sich aber ähnliche Möglichkeiten.

Global Verantwortung übernehmen

Da Unternehmen zunehmend auf globale Handelsbeziehungen angewiesen sind, sollten sie ihre Verantwortung auch global sehen: Unternehmen, die ihre Dienstkleidung von Zulieferern im globalen Süden unter menschenunwürdigen Bedingungen nähen lassen, mögen zwar je Kleidungsstück ein paar Cent sparen. Nachhaltig ist das aber nicht, und gewinnbringend im umfassenden Sinn auch nicht. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, dass das Unternehmen für alle Belange die Verantwortung übernimmt. Eine Lösung wäre, die etwas kostenintensiveren Kleidungsstücke in einer eigenen Werkstatt nähen zu lassen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine ortsansässige Näherei damit zu beauftragen und die lokale Wirtschaft zu stärken, indem bestehende Strukturen genutzt werden. In Sachen Umweltschutz zahlt sich das doppelt aus: Die Produktionsstandards sind in Deutschland sehr viel strenger, und die Transportkosten minimieren sich. Nachhaltige Unternehmensführung fängt im Kleinen an und bewegt viel.

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