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In Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

15. November 2015 von
Niederlegung der Kränze auf dem Hauptfriedhof. Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Vertreter der Stadt und des Landes, die Polizei, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Reservistenkameradschaft und der Schützenverein sowie Schülerinnen und Schüler haben sich am heutigen Volkstrauertag in der Schule am Teichgarten versammelt, um gemeinsam an die Kriegstoten, an die Opfer der zahlreichen Gewalttaten und nicht zuletzt an die Menschen, die den grausamen Anschlägen in Paris zum Opfer gefallen sind, zu gedenken.


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Nach dem Stück „Sonata I: Adagio“ von Johann Sebastian Bach, das Nils Trost mit seiner Violine zum Klingen brachte, übernahm Axel Gummert, Ortsverbandsvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, das Wort. An diesem Tage wolle man zusammen an die Opfer gedenken, die nicht nur durch Krieg, sondern auch durch Hunger oder Verfolgung „und ich ergänze auch, Paris“ ihr Leben verloren haben, so Axel Gummert. Diese Taten und deren Opfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten, betonte er. Nach einer Schweigeminute trugen Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen der Leibniz-Realschule Texte vor, die einen das Unglück und die schwerwiegenden Auswirkungen der Kriegszeit vergegenwärtigten. Von sehnlichst erwarteten Briefen einer besorgten Frau, die noch nicht von dem Tod ihres Mannes weiß, über die verstörende Erfahrung einer jüdischen Mutter, die aus Angst entdeckt zu werden, ihr schreiendes Kind erstickte, bis hin zu den erschütternden, jedoch realen Zahlen der gefallenen Soldaten im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Für eine lebendige Erinnerungskultur – Ansprache von Martin Hortig

Martin Hortig, Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Foto: Max Förster

Martin Hortig: „Die aktuellen Ereignisse dieses Jahres geben der Erinnerungskultur am Volkstrauertag eine über das bisherige Gedenken an die beiden Weltkriege weit hinausgehende Bedeutung“

„Die aktuellen Ereignisse dieses Jahres geben der Erinnerungskultur am Volkstrauertag eine über das bisherige Gedenken an die beiden Weltkriege weit hinausgehende Bedeutung“, beginnt der Kreisvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Martin Hortig, seine Ansprache. Die Anschläge in Paris und die aktuelle Flüchtlingssituation zeigen aus diesem Grund deutlich, dass ein Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt nicht nur auf die beiden Weltkriege beschränkt werden dürfe. So wichtig es sei, für eine lebendige Erinnerungskultur müsse man nicht nur an die Geschichte des Dritten Reiches erinnern, sondern auch an die Geschehnisse, die außerhalb Deutschlands passieren, erinnern, so der Kreisvorsitzende. „Die Bedeutung, die dieser Anschlag in Paris auf die Grundlagen von Frieden und Demokratie, in Amerika bereits seit „Nine/Eleven“, entfaltet, wurde am „13/11″ auf schreckliche Art und Weise in Paris nach Europa exportiert.“, heißt es von Martin Hortig.

Durch solche Taten werde der heutigen Generation das Ausmaß solcher Gewalt vor Augen geführt, betonte der Kreisvorsitzende und auch die aktuelle Flüchtlingssituation zeige, dass die Auswirkungen von Krieg und Terror, die nicht nur Tod, sondern auch Verfolgung und Flucht zur Folge haben, real an die Gesellschaft herantreten und sie damit konfrontieren. Positiv sei es, dass diese Konfrontation nun so gut gemeistert werde. „Wir erleben erfreulicherweise eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität in unbekannten Ausmaßen.“, betonte Martin Hortig und bedankte sich an dieser Stelle für die Hilfe und Unterstützung der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen. Hier die vollständige Ansprache von Martin Hortig:

Niederlegung der Kränze

Auf dem Friedhof vor der Kranzniederlegung.

Auf dem Friedhof vor der Kranzniederlegung.

Nach der Ansprache folgten weitere musikalische Beiträge von Nils Trost von der Großen Schule und die Schülerinnen und Schüler der Leibniz-Realschule appellierten mit einem weiteren Vortrag an die Menschlichkeit. Gemeinsam begab man sich dann zum Hauptfriedhof zur Kranzniederlegung. Für die musikalische Begleitung sorgte hierbei Matthias Konitzny, der das Stück „Lied vom guten Kameraden“ auf seiner Trompete spielte. Mit mehreren Kränzen traten die einzelnen Vertreter aus Stadt und Land, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Reservistenkameradschaft und der Schützenverein vor das Ehrenmal und gedachten in stiller Trauer an die Opfer von Krieg und Gewalt. Im Anschluss daran erfolgte eine Andacht des Arbeitskreises „Frieden konkret“ der evangelischen Kirchengemeinde St. Thomas.

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